1000 Stromtankstellen in der Schweiz

Das Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen für Elektrofahrzeuge wächst schnell: Aktuell sind in der Schweiz bereits 1000 dieser Stromtankstellen installiert und seit Neustem in der ersten nationalen Datenbank erfasst.Bild 1000 Stromtankstellen in der Schweiz klein

Die LEMnet.org-Datenbank ist durch die Zusammenführung der Daten von e’mobile, dem Schweizerischen Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge, und dem Verein LEMnet Europe e.V. entstanden und wird von EnergieSchweiz unterstützt.

Ein Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen gilt als zentral für die Entwicklung der Elektromobilität. Derzeit ist weder die Ausstattung der Stromtankstellen noch der Zugang zu den Anschlüssen einheitlich. Entsprechend wichtig für die Nutzenden sind zuverlässige Informationen über die verfügbaren Steckertypen, die Zugänge zu den Anschlüssen, die Zahlungssysteme und die Öffnungszeiten.

Nationale Datenbank für öffentliche Stromtankstellen

Bisher haben e’mobile und LEMnet Europe e.V. ihre eigenen Ladestationskarten veröffentlicht, die auf zwei unabhängigen Datenbanken basierten. Dadurch war keine vollständige Markttransparenz gewährleistet. Zudem variierte die Qualität der Information über die einzelnen Ladestationen. Mit der Zusammenführung der beiden Ladestations-Verzeichnissen steht nun für die Schweiz erstmals eine nationale Datenbank mit einheitlichen Angaben zur Verfügung, die auch im europäischen Netz eingebunden ist.

Der Verband e’mobile ist verantwortlich für die Aktualisierung der Schweizer Daten und pflegt diese in den zentralen Datenserver von LEMnet Europe ein. Als Betreiber der Datenbank ist LEMnet Europe zuständig für deren Unterhalt und Weiterentwicklung.

Länderübergreifende Partnerschaft

«LEMnet lieferte e‘mobile für die Anbindung der Schweizer Datensätze alle notwendigen Informationen, damit diese in elektronischer Form veröffentlicht werden konnten», präzisierte Andreas-Michael Reinhardt, Präsident von LEMnet Europe e.V., anlässlich der Lancierung der nationalen Datenbank für die Schweiz.

Philipp Walser, Leiter der Fachstelle für Elektrofahrzeuge beim Verband e’mobile, ergänzte: «Ziel dieser länderübergreifenden Zusammenarbeit ist ein einheitlicher, aktueller und korrekter Datenbestand für die Schweiz, auf den die Öffentlichkeit und interessierte Fahrer/-innen von Elektrofahr-zeugen mittels Internet, Apps und lizenzierten Medien zugreifen können.»

Wachsendes Ladestationen-Netz

Aktuell sind in der Schweiz 1000 Ladestationen registriert und auf der interaktiven Karte mit allen wichtigen technischen Details aufgeführt. Davon sind mehr als 70 Gleichstrom-Schnellladestationen. Damit ist die Schweiz bereits jetzt weltweit eines der Länder mit der höchsten Stromtankstellen-Dichte. Dank der Initiative mehrerer Firmen wächst auch das Netz der Schnellladestationen rasch weiter.

Unterstützung durch EnergieSchweiz

Der Aufbau der nationalen Datenbank wird von EnergieSchweiz unterstützt. EnergieSchweiz ist die zentrale Plattform, welche die unterschiedlichen Akteure im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien informiert, sensibilisiert, vernetzt, koordiniert und den Knowhow-Austausch unterstützt. EnergieSchweiz wird operativ vom Bundesamt für Energie geleitet und spielt eine zentrale Rolle in der Energiestrategie 2050.

Zu e‘mobile

Der 1980 gegründete Verband e’mobile engagiert sich in der ganzen Schweiz für die Markteinfüh-rung von verbrauchs- oder emissionsarmen Strassenfahrzeugen wie Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeugen sowie von Treibstoffen aus erneuerbaren Quellen. Seine Schweizerische Fachstelle für Elektrofahrzeuge befasst sich mit allen Fragen rund um die Markteinführung von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen.

www.e-mobile.ch

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19.01.2015   |  

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