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Bosch treibt den softwaredefinierten Lkw voran

Elektrifizierung, Automatisierung und Software verändern den Güterverkehr grundlegend. Bosch bündelt dafür Technologien aus den Bereichen Antrieb, Sensorik, Lenkung, Vernetzung und Fahrzeugsoftware – mit dem Ziel, Nutzfahrzeuge effizienter, sicherer und zunehmend softwaredefiniert zu machen.

Ein zentraler Baustein ist die neue Rigid eAxle. Sie integriert Elektromotor und Getriebe in einer Starrachse und ist für Nutzfahrzeuge von 18 bis 49 Tonnen ausgelegt. In Kombination mit Siliziumkarbid-Invertern mit Wirkungsgraden von bis zu 99 Prozent soll sie Gewicht und Energieverbrauch gegenüber konventionellen elektrischen Zentralantrieben reduzieren. Ergänzt wird das Portfolio durch ein neues Hochvolt-Gebläsemodul für 800-Volt-Architekturen, das das Thermomanagement elektrischer Nutzfahrzeuge effizienter machen soll.

Parallel verfolgt Bosch weitere Wege zur Defossilisierung des Schwerlastverkehrs. Brennstoffzellensysteme mit Leistungen zwischen 100 und 300 Kilowatt richten sich unter anderem an Stadtbusse und Fernverkehrs-Lkw. Beim Wasserstoffmotor liefert Bosch bereits Injektoren, Steuergeräte, Sensoren und Komponenten für H2-Tanksysteme. Mit dem cloudbasierten Digital Fuel Twin können Flottenbetreiber zudem den Einsatz regenerativer Kraftstoffe wie HVO dokumentieren und die damit verbundenen CO2-Einsparungen nachweisen.

Auch beim automatisierten Fahren wächst die Bedeutung von Sensorik und künstlicher Intelligenz. Die Multifunktionskamera MPC4 soll durch deutlich höhere Rechenleistung und Sensordatenfusion Assistenzfunktionen wie Spurverlassenswarnung und Notbremsassistent verbessern. Ein neuer Radarsensor der Generation 7 kombiniert eine eigene Chip-Architektur mit KI-gestützter Signalverarbeitung. Beide Systeme sollen 2027 in Serie gehen.

Die technische Grundlage für diese Funktionen bilden zunehmend zentrale Fahrzeugcomputer. Plattformen wie die Bosch Vehicle Integration Platform bündeln Funktionen aus den Bereichen Motion, Energy und Body und ermöglichen Over-the-Air-Updates sowie neue digitale Funktionen. Die Bosch-Tochter ETAS ergänzt dies mit einer Softwareplattform für unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen.

Mit der vollelektrischen ServoE-Lenkung adressiert Bosch schließlich auch automatisierte Fahrfunktionen im schweren Nutzfahrzeug. Redundante Systeme und eine cyber-sichere Softwarearchitektur schaffen dabei die Voraussetzungen für zukünftige Steer-by-Wire-Lösungen – und damit für Nutzfahrzeuge, bei denen Hardware und Software immer enger zusammenwachsen.

https://www.bosch-mobility.com/de/loesungen/nutzfahrzeuge/

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