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Elektrifizierung im Overdrive: Wie digitale Plattformen die Entwicklung von Elektrofahrzeugen beschleunigen

Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität nimmt rasant Fahrt auf. Bereits 2023 waren weltweit mehr als 590 Elektrofahrzeugmodelle verfügbar – bis 2028 könnte diese Zahl auf rund 1.000 steigen. Der Wettbewerb um Marktanteile verschärft sich damit zunehmend – und stellt sowohl etablierte Hersteller als auch neue Marktteilnehmer vor enorme Herausforderungen.

Zwischen Altlasten und Agilität

Klassische Automobilhersteller stehen vor der Mammutaufgabe, ihre über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen auf Elektromobilität umzustellen. Gleichzeitig müssen sie enorme Investitionen stemmen: Bis 2030 werden weltweit rund 1,2 Billionen US-Dollar in Elektrofahrzeuge, Batterietechnologien und Rohstoffe erwartet.

Startups hingegen profitieren von ihrer Agilität und der Freiheit von Legacy-Systemen. Doch auch sie stehen unter Druck – insbesondere beim schnellen Hochskalieren von Produktion und Lieferketten.

Eines ist für beide Seiten klar: Wer die Entwicklungszyklen verkürzt und Innovation beschleunigt, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Digitale Entwicklung als Schlüssel zum Erfolg

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitalisierung der Fahrzeugentwicklung. Plattformen wie die 3DEXPERIENCE von Dassault Systèmes setzen genau hier an und ermöglichen einen durchgängigen Entwicklungsprozess – vom ersten Konzept bis zur Produktion.

Im Fokus stehen dabei drei zentrale Hebel:

1. Virtuelle Zwillinge beschleunigen Innovation

Der Einsatz sogenannter „Virtual Twins“ ermöglicht es, Fahrzeuge vollständig digital zu entwickeln und zu testen. Ingenieure können verschiedene Szenarien simulieren, Designs optimieren und potenzielle Probleme frühzeitig erkennen – lange bevor physische Prototypen entstehen.

Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten in der Batterieforschung: Ladezeiten, Energiedichte und Effizienz lassen sich virtuell optimieren, während gleichzeitig Entwicklungszyklen deutlich verkürzt werden.

2. Vernetzte Entwicklung statt Datensilos

Moderne Elektrofahrzeuge sind komplexe „Systeme von Systemen“ – insbesondere im Zeitalter des Software-defined Vehicle (SDV). Eine durchgängige Plattform ermöglicht die nahtlose Integration aller Komponenten und sorgt für eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsteams.

Das Ergebnis: schnellere Iterationen, weniger Fehler und eine deutlich höhere Effizienz im gesamten Entwicklungsprozess.

3. Simulation und Modularität erhöhen die Geschwindigkeit

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die parallele Entwicklung von Fahrwerk, Antrieb und Batterie. In Kombination mit Multiphysik-Simulationen lassen sich Aerodynamik, Struktur und Ladeinfrastruktur optimieren – ohne zeitaufwendige physische Tests.

Auch in Produktion und Lieferkette bringt die Simulation Vorteile: Prozesse werden effizienter, Abfall und CO₂-Emissionen reduziert. Gleichzeitig verbessert sich die Auslegung von Batteriepacks hinsichtlich Reichweite, Ladezeit und Lebensdauer.

Ganzheitlicher Ansatz für die Mobilität von morgen

Neben der Entwicklung unterstützt die digitale Plattform auch die Bewertung des gesamten Produktlebenszyklus. Damit können Unternehmen ihre Geschäftsziele mit regulatorischen Anforderungen und Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen.

Die Botschaft ist klar: Die Elektrifizierung der Mobilität ist längst nicht mehr nur eine Frage der Technologie – sondern vor allem eine Frage der Geschwindigkeit, Effizienz und digitalen Kompetenz.

https://www.3ds.com/de/industries/transportation-mobility/vehicle-electrification-ev-acceleration

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19.03.2026   |  

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