Erstes Konzeptdesign für Hochleistungsladen von elektrischen Luftfahrzeugen und LKWs vor

ChargePoint, das weltweit führende Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge (EV), stellt das erste Konzeptdesign für Hochleistungsladen mit zwei Megawatt von elektrischen Luftfahrzeugen inklusive Senkrechtstartern/VTOL (vertical takeoff and landing)-Flugzeugen und LKWs vor.

Angesichts des in den nächsten Jahren erwarteten Übergangs zu elektrifizierten LKWs und Luftfahrzeugen ist das Konzeptdesign ein Vorschlag für Anwendungen von Hochleistungsladen und stößt die Diskussionen um einen einheitlichen Stecker in der Industrie an. Uber will bereits 2020 in den ersten seiner sogenannten „Elevate“-Märkte (Los Angeles, Dallas und Dubai) an den Start gehen. Analysten zufolge werden bereits 2030 fünfzehn Prozent der weltweit verkauften LKWs elektrifiziert sein, wobei diese Fahrzeuge ab 20251 von der Kostenseite her mit Dieselfahrzeugen gleichziehen werden. Die Hersteller von Luftfahrzeugen sind bereits dabei, elektrische Antriebe für eine Reihe von Anwendungsfällen zu testen, was in diesem Industriesektor zu Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Milliarden Dollar führen könnte.

„Die Antriebsstrang-Debatte ist zu Ende und die Elektrifizierung hat sich als Antriebsmethode in allen Transportkategorien durchgesetzt, was sich im wachsenden Interesse an einer Elektrifizierung von LKWs, Luftfahrzeugen und darüber hinaus zeigt“, erklärt Pasquale Romano, President und CEO von ChargePoint, Inc. „Die Vorstellung eines neuen Konzeptdesigns auf dem zweiten Elevate Summit kommt daher zur richtigen Zeit, zumal Uber bereits in wenigen Jahren seine Elevate-Sparte starten will. Das neue Design bietet nicht nur einen ersten Blick auf einen einheitlichen Stecker der Industrie, der für die Hersteller und Betreiber von LKWs und Luftfahrzeugen nützlich sein kann, sondern ist auch der Anstoß für eine wichtige Diskussion in der Branche.“

Viele der Ladeanforderungen für den Schwerlastverkehr ähneln sich über die verschiedenen Kategorien hinweg: Elektrische LKWs und Luftfahrzeuge haben das gleiche Lade-Anforderungsprofil und beide benötigen hochleistungsfähige, schnelle Ladevorgänge. Diese gemeinsamen Anforderungen legen den Bedarf nach einem einheitlichen Stecker nahe, dessen Nutzen auf der Hand liegt: Ein einheitlicher Stecker reduziert nicht nur die Komplexität für Hersteller, Fahrer und Piloten, sondern verringert auch die Kosten und sorgt für Skaleneffekte.

„Uber ist stolz darauf mit ChargePoint, einem Branchenführer im Bereich Entwicklung von Ladelösungen auch für eVTOL-Flugzeuge, zusammenzuarbeiten“, sagt Celina Mikolajczak, Director of Engineering, Energy Storage Systems bei Uber. „ChargePoint verfügt über große Erfahrung in den Bereichen Sicherheit, Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit, was sich in robusten Stecker- und Ladesystemen niederschlägt. Die Erfolge bei der Entwicklung und großflächigen Installation von Ladesystemen für den Automobilbereich bestärken uns in dem Vertrauen, dass ChargePoint erstklassige Ladesysteme für Luftfahrzeuge entwickeln und installieren kann, die eines Tages auf den Skyports der Zukunft in Betrieb sein werden.“

Das Ingenieursteam von ChargePoint hat bei der Entwicklung des neuen Designs den Schwerpunkt auf einige Kernfaktoren gelegt. Um die geforderte Leistung zu erreichen, sind bis zu vier Schnittstellen für die Batterie-Management-Systeme (BMS) und vier 500 Ampere-Stromkreise für die Versorgung erforderlich. Jeder Stromkreis wird über einen Spannungsbereich von 200 bis 1.000 Volt verfügen. Um einen autonomen Transfer von Daten und Fahrzeuginformationen zu ermöglichen, wurde auch eine Datenübertragung mit Hochgeschwindigkeit hinzugefügt. Da der Schwerlastverkehr hohe Ansprüche an die Robustheit stellt, muss der Stecker den Belastungen häufiger Nutzung standhalten, aber zugleich einfach einzustecken und zu entfernen sein. Ein motorisiertes System assistiert beim Einsteckprozess, während die robuste Konstruktion Schutz gegen Stürze und den oftmals groben Umgang beim Laden von Schwerlastfahrzeugen bietet. Der Stecker unterstützt auch die optionale Flüssigkühlung während des Ladevorgangs von Luft- und Lastfahrzeugen und kann entweder manuell oder robotergeführt bedient werden.

ChargePoint ist seit 2017 Ladepartner der „Elevate“-Initiative von Uber; beide Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um die Innovationen voranzutreiben, mit denen eine Flotte von elektrischen VTOL-Luftfahrzeugen innerhalb von fünf Jahren in Betrieb genommen werden kann. Um die spezifischen Designs für die Skyports zu entwickeln, an denen die VTOL-Luftfahrzeuge im Alltagsbetrieb parken und aufladen, setzt ChargePoint auf seine ultraschnelle Ladeplattform Express Plus.

Uber hat letztes Jahr angekündigt, in den ersten Elevate-Städten der USA – im texanischen Dallas-Fort Worth/Frisco und in Los Angeles – bereits 2020 Flug-Demonstrationen realisieren zu wollen und ab 2023 in diesen Städten auch kommerzielle Elevate-Dienste anzubieten. Um uberAIR Wirklichkeit werden zu lassen, ist Uber Partnerschaften mit mehreren erfahrenen Flugzeugherstellern eingegangen, die elektrische VTOL-Fahrzeuge entwickeln werden, darunter Aurora Flight Sciences, Pipistrel Aircraft, Embraer und Bell Helicopter. Im Herbst letzten Jahres hat Uber ein „Space Act Agreement“ mit der NASA geschlossen, um neue Konzepte für das Management von unbemanntem Verkehr und unbemannten Flugsystemen zu entwickeln, die bei niedrigen Flughöhen einen sicheren und effizienten Betrieb gewährleisten. Um Skyports für das uberAIR-Netzwerk zu schaffen, hat Uber zudem bereits Partnerschaften mit den Immobilienunternehmen Hillwood Properties und Sandstone Properties abgeschlossen. Den Analysen von Uber zufolge werden elektrische Luftfahrtzeuge mit Geschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern unterwegs sein; nach einigen Jahren des Betriebs rechnet die Firma damit, dass eine Fahrt mit Uber Elevate das Gleiche kosten wird wie ein UberX-Trip über dieselbe Entfernung.

www.chargepoint.com
www.uber.com

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09.05.2018   |  

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