Erstes Taxiunternehmen in Hessen nutzt Brennstoffzellen-Fahrzeuge

Das 2014 gegründete Unternehmen ECT Eco Taxi Deutschland GmbH“ setzt umweltfreundliche Fahrzeuge für den Taxibetrieb in Wiesbaden ein. Die Geschäftsführer Conrad Quaynor und Roman Marx haben nun die ersten zwei Hyundai ix35 Fuel Cell vorgestellt, die gemeinsam mit einem Kooperationspartner angeschafft worden sind. Diese mit Wasserstoff betriebenen Elektrofahrzeuge gehören zur 17 Pkw starken H2-/Hybrid-Taxi-Flotte. Damit ist das Unternehmen das erste Taxiunternehmen in Hessen, das Brennstoffzellenfahrzeuge nutzt. Die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) und die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. (H2BZ-Initiative Hessen) begleiten diesen Schritt.

Die LEA bei der HA Hessen Agentur GmbH – beauftragt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen – unterstützt die H2BZ-Initiative Hessen. Staatssekretär Jens Deutschendorf weiß um die Vorteile innovativer Technologien für das Land Hessen: „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter der Verkehrswende zu sein. Die Brennstoffzelle ist eine technologische Lösung für die nachhaltige Mobilität der Zukunft. Ich freue mich, dass ein hessisches Taxiunternehmen ihr die Gelegenheit gibt, sich im täglichen Betrieb zu bewähren.“

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden gehört zu den ältesten Kurbädern Europas und ist für seine gesundheitsfördernden Thermal- und Mineralquellen bekannt. Die Kurgäste und Wochenendtouristen flanieren durch die Innenstadt und genießen die entspannte Atmosphäre in den zahlreichen Cafés und Restaurants. Conrad Quaynor ist überzeugt, dass „Eco Taxi“ den richtigen Weg eingeschlagen hat: „Ob unsere Hybrid- oder die neuen Wasserstofffahrzeuge – wir fahren geräuscharm. So schalten wir den Faktor Lärmbelästigung aus. Dies ist uns wichtig. Wir sind in Hessen mit ecotaxi-wiesbaden das erste Taxiunternehmen, das mit Wasserstoff fährt.“

Anfänglich startete „Eco Taxi“ mit dem Ziel, eine umweltschonende Hybridtaxi-Flotte aufzubauen. Dieses Ziel hat sich in den Jahren hin zu dem Aufbau einer Fahrdienstflotte mit „Zero Emission“ entwickelt. „Wir werden neben batterieelektrischen Pkw hauptsächlich auf E-Fahrzeuge, die mit Wasserstoff betrieben werden, setzen. So werden wir pro Jahr und Wasserstoff-Fahrzeug – im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselfahrzeug, das üblicherweise als Taxi zum Einsatz kommt – die Emission von circa 1.920 Kilogramm CO2 laut einer Berechnung der Arqum GmbH vermeiden“, erläutert Roman Marx. Dies ist aber nicht alles. Dieselmotoren verursachen zusätzlich gesundheitsschädliche Schadstoffpartikel sowie Stickoxide, die so vermieden werden.

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es ca. 2.800 Taxis. Dieses Gewerbe bietet sich für den Einsatz von alternativen Antrieben an. In diesem Gebiet wird die Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur weiter ausgebaut. Brennstoffzellenfahrzeuge haben eine Betankungszeit von bis zu fünf Minuten – also vergleichbar mit der vertrauten Betankungszeit eines Pkws mit einem Verbrennungsmotor.

„Dies ist ein signifikanter Vorteil im Vergleich zu einem batteriebetriebenen Fahrzeug. Zeit ist gleich Geld für ein Taxiunternehmen. Mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern bietet ein Brennstoffzellen-Pkw die gleichen Vorteile wie ein bisher eingesetztes Taxi“, erläutert Dr. Heinrich Lienkamp (Vorstandsvorsitzender der H2BZ-Initiative Hessen). „Mit ‚Eco Taxi‘ aus Wiesbaden haben wir ein neues, junges und aktives Mitglied, das die Ziele der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen unterstützt. Im Gegenzug bieten das Netzwerk von Vertretern aus Unternehmen, Politik und Forschung sowie auch die H2BZ-Geschäftsstelle wichtige strategische Beratung und Unterstützung beim Einsatz der innovativen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie. Daher begrüßen wir ‚Eco Taxi‘ sehr gerne als neues Mitglied.“

Marx und Quaynor haben klare Vorstellungen, wie die Zukunft des noch jungen Unternehmens aussehen wird. Quaynor erläutert: „Wir werden weitere Unterstützer langfristig ins Unternehmen holen und auch in weiteren Regionen soll es ‚Eco Taxi‘ geben. Die Vorteile einer emissionsfreien Flotte mit Wasserstoff überwiegen. Daher sind wir als Mitglied im Netzwerk der H2BZ-Initiative Hessen und dem Arbeitskreis Brennstoffzellen-Fahrzeuge aktiv dabei.“ Marx: „Wir wollen mit unserem Beispiel andere motivieren, alternative Antriebe zu nutzen.“

Quelle: https://www.hessen-agentur.de

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