Foto: MOON POWER

eMove360° hinter den Kulissen: Wie kommen eigentlich Ladesäulen an ihren Platz?

Mario Specht ist spezialisiert auf die Installation von Ladestationen sowie Wallboxen aller Art. Im aktuellen eMove360° Magazin gibt der Elektriker einen Einblick in seinen abwechslungsreichen Alltag und zeigt, wie eine DC-Ladesäule an ihren Platz am Gebrauchtwagenzentrum Gersthofen kommt.

Worüber E-Auto-Fahrer sich meist keine Gedanken machen, das gehört für Elektriker Mario Specht von MOON POWER Deutschland zum Tagesgeschäft: nämlich wie eine über zwei Meter hohe und etwa 700 Kilogramm schwere DC-Ladesäule an ihren Platz gelangt. So einen ein Schnelllader für Elektrofahrzeuge zu platzieren, ist anspruchsvoller als es auf den ersten Blick wirkt, und erfordert technischen Sachverstand, Erfahrung sowie Geduld. Der 50-jährige Elektriker arbeitet seit Ende 2022 für den innovativen Anbieter für zukunftsfähige Energielösungen und ist deutschlandweit für die Installation von Wallboxen sowie Ladestationen verantwortlich.

Die Montage erfordert Teamarbeit: Um 10:00 Uhr rollt Mario Specht mit einem Gabelstapler am Gebrauchtwagenzentrums (GWZ) Gersthofen vor. Auf der Gabel befindet sich ein großes Paket mit einer DC-Ladestation, die auf dem Parkplatz des GWZ E-Autofahrerinnen- und -Fahrern zur Verfügung stehen soll. „Schnelllader wie dieser werden immer im Team aufgebaut – bei der Größe und dem Gewicht habe ich allein keine Chance“, sagt Specht, bevor er das Paket vorsichtig auf dem Boden abstellt. Zusammen mit dem MOON POWER-Servicetechniker Eugen Makover packt er es dann aus und bereitet die Ladestation, einen POWER Charger 300, für die Installation vor. „Wir haben bereits gestern einige Stunden mit der Vorbereitung verbracht. Dazu gehört beispielsweise das Freilegen der Anschlüsse am Sockel, auf dem später die Ladesäule stehen wird. Auf dem offenen Parkplatz hier sind die Bedingungen optimal – der Sockel ist frei zugänglich und räumlich nicht durch Wände eingeschränkt. Hier können wir hervorragend arbeiten“, erklärt Specht, während er die Klemmen der  Anschlusskabel im inneren der DC-Ladesäule löst.

Wie bei einer Herzoperation: Feingefühl ist gefragt: Ohne Hilfsmittel wie einen Gabelstapler, der bei Bedarf vor Ort angemietet wird, wäre der Aufbau des Schnellladers nicht möglich. Bereits um 10:31 Uhr hängt die DC-Ladestation, die vom Hersteller Alpitronic stammt, an der Gabel und Mario Specht positioniert die etwa 700 Kilogramm schwere Stromtankstelle langsam über dem Sockel. Dabei achtet sein Kollege darauf, dass die rund 60.000 Euro teure Einheit richtig platziert wird. Specht ergänzt: „Es handelt sich hier um ein High-End-Gerät, das sich durch hohe Effizienz und Langlebigkeit auszeichnet.“ Der gelernte Elektriker und sein Team haben bereits etwa 50 solcher Ladestationen in Deutschland aufgebaut. Langsam senkt er die Ladesäule ab und bereits um 10:44 Uhr steht sie an ihrem Platz. „Jetzt wird es spannend. Das Verbinden der Anschlüsse am Sockel mit dem Gerät benötigt Feingefühl – fast wie bei einer Herzoperation“, scherzt Specht. „Hierbei ist manchmal etwas Geduld nötig, wenn Kabel und Verbindungen angepasst werden müssen. Das kann anspruchsvoll sein, aber am Ende haben wir immer jede Schwierigkeit gemeistert.“ Im Inneren der Ladesäule befinden sich vier sogenannte Power Stacks mit je 75 kW Leistung, die jeweils rund 100 Kilogramm wiegen und die zentrale Einheit des Schnellladers bilden. Durch dieses modulare Konzept ist die Station zukunftssicher und flexibel erweiterbar. Der POWER Charger 300 mit zwei CCS2-Ladepunkten (Combined Charging System) hat jeweils eine maximale Ladeleistung von 300 kW. Darüber hinaus ermöglicht der breite Spannungsbereich von 150 bis 1.000 Volt das Laden sowohl von 400-V- als auch 800-V-Fahrzeugen.

Mario Specht arbeitet mit Passion: An der geöffneten Vorderseite der Ladesäule beginnt Specht nun damit, die Anschlüsse des Geräts mit den aus dem Sockel ragenden Kabeln zu verbinden. „Es geht um die richtige Positionierung der Leiter und ihre korrekte Installation. Dabei schlägt mein Elektrikerherz höher, denn genau solche Aufgaben faszinieren mich besonders“, so Specht. Der gebürtige Sachse, der nun in München lebt, besitzt sämtliche Qualifikationen, die für den Umgang mit Hochvoltsystemen nötig sind, und arbeitete vor seinem Einstieg bei MOON POWER Deutschland mit Photovoltaikanlagen. „Ich übe diesen Beruf seit mehr als 30 Jahren aus und kann mir nichts Schöneres vorstellen – das ist für mich ein Traumberuf.“ Specht verantwortet sämtliche Installationen von Wallboxen sowie Ladesäulen in Deutschland für MOON POWER und dabei ist er vollelektrisch unterwegs. „Ich habe einen VW ID. BUZZ, der mich bei meiner täglichen Arbeit begleitet. Für uns als Unternehmen, das nachhaltige Mobilität vorantreibt, ist das selbstverständlich und für mich als Mitarbeiter bedeutet elektrisches Reisen einen enormen Komfortgewinn“, berichtet der Elektriker. „Natürlich kommt es auf die richtige Planung der Fahrten an, aber die Ladestopps kann ich beispielsweise nutzen, um wichtige Aufgaben am PC zu erledigen und effizient zu arbeiten.“

Ein Tag vergeht, bis die Ladesäule steht: Auf dem Parkplatz in Gersthofen ist der neue MOON POWER-Schnelllader um 11:15 Uhr fest verschraubt mit dem Sockel und mechanisch angeschlossen. Die beiden Techniker sind zufrieden: „Eugen und ich sind ein eingespieltes Team – wir harmonieren auf der Baustelle, dann macht die Arbeit besonders viel Spaß“, so Specht. „Es kann vorkommen, dass wir für den Anschluss des Geräts etwas mehr Zeit benötigen. Das ist abhängig vom Standort, der Verkabelung und von der Infrastruktur, aber heute funktionierte alles einwandfrei.“ Nun montieren Specht und Makover das Kabelmanagement, also die Halterung für die Kabel oben an der Ladesäule. Zum Schluss prüfen sie noch einmal gewissenhaft, ob alle Schrauben und Verbindungen korrekt sitzen. Es ist 12:33 Uhr als die MOON POWER-Mitarbeiter beginnen, die Baustelle aufzuräumen und ihr Werkzeug wieder einzupacken. „Heute waren wir sehr schnell bei der Installation. Das Aufstellen einer Ladesäule dauert durchschnittlich etwa vier bis fünf Stunden. Hinzukommt die Vorbereitung, die ungefähr genauso viel Zeit in Anspruch nimmt. Grundsätzlich rechnen wir mit einem kompletten Arbeitstag, bis der Schnelllader steht“, weiß Mario Specht. „Jetzt fehlt nur noch der Stromanschluss. Dann können wir das Gerät final einrichten, verbinden es mit unserem Backend und prüfen, ob alles in Ordnung ist.“ Um 13:31 haben Mario Specht und Eugen Makover ihre Arbeit vor Ort abgeschlossen und treten die Heimreise an.

Wer steckt hinter MOON Power? Die MOON POWER Deutschland GmbH ist eine Marke der Porsche Holding GmbH. Die Porsche Holding mit Firmensitz in Salzburg ist ein international tätiges Unternehmen, das die Geschäftsfelder Groß- und Einzelhandel mit den Marken der Volkswagen AG, Finanzdienstleistungen und IT-Systementwicklungen abdeckt. MOON POWER und MOON POWER Deutschland vertreiben markenübergreifend Lösungen für Ladeinfrastruktur sowie Energiemanagement. Das Ziel ist es mit speziell auf die Kunden zugeschnittenen Projekten jeder Größe, batteriebasierte Elektromobilität voranzutreiben und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. www.moon-power.de

Dieser Beitrag ist im aktuellen eMove360° Magazin erschienen. Kostenlos PDF downloaden oder Printausgabe im Shop bestellen.

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26.11.2025   |  

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