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Smart Driving City: Welches Straßennetz ist zukunftsfähig?

Eine Studie des Fuhrparkmanagement-Spezialisten Verizon Connect bewertet das Straßenverkehrsnetz von 30 Städten Europas: Köln verfügt über das belastbarste Straßennetz, München über das „smarteste“, Hamburg ist verkehrssicher und Spitzenreiter Brüssel kommt dem ideal einer Smart Driving City am nächsten

Eine Smart Driving City zeichnet sich durch ein belastbares Straßenverkehrsnetz aus, das in der Lage ist, möglichst viele Menschen in nur kurzer Zeit und gefahrlos miteinander zu verbinden. Sie setzt darüber hinaus auf smarte, zukunftsfähige Technologien, wie Elektromobilität, und stellt die dafür nötigen Infrastrukturen bedarfsgerecht sicher. Hierzu hat die Studie tausende Daten aus namhaften Quellen ausgewertet. Das Ergebnis der Untersuchung ist die folgende Reihenfolge von Städten, die dem Idealzustand einer Smart Driving City am nächsten kommen.
Die vier deutschen Metropolen Berlin, Hamburg, Köln und München schneiden auf der Suche nach der Stadt mit dem zukunftsfähigsten Straßenverkehrsnetz sehr gut ab. Hamburg führt im innerdeutschen Vergleich und punktet vor allem mit einem niedrigen Wert beim Unfallrisiko. Der Auswertung folgend ist Köln europaweiter Spitzenreiter, wenn es um die Belastbarkeit der Verkehrsinfrastruktur geht. Aspekte, die hier ausgewertet wurden, waren die Qualität, Reichweite und Leistung des Verkehrsnetzes sowie der Umgang mit Emissionen. München dagegen setzt von allen deutschen Städten am stärksten auf zukunftsfähige Technologien und schneidet in diesem Punkt sogar europaweit als zweitbeste Stadt ab. München verfügt unter anderem über eine überdurchschnittlich hohe Zulassungsquote bei Elektrofahrzeugen und 794 E-Tankstellen.
In der Gesamtauswertung ergibt sich Brüssel als ultimative Smart Driving City, gefolgt von Wien und Amsterdam. Brüssel bietet eine Verkehrsinfrastruktur mit der größten Reichweite im Vergleich und mit sehr hohen Sicherheitsstandards. Im Bereich Smart Technology hat allerdings Amsterdam die Nase vorn. Schnelles mobiles Netz, ein stadtweites Car-Sharing-Angebot und breite Ladeinfrastruktur, bestehend aus 822 E-Tankstellen, tragen zum Ergebnis bei. Wien bietet sehr gute Werte in allen drei Untersuchungsfeldern. Österreich hat unter anderen zuletzt 6.718 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Für Riga stellt der Weg zur Smart Driving City noch eine Herausforderung dar. Die lettische Hauptstadt schließt die Rangliste des Smart Driving City Index ab.
„Eine zentrale Herausforderung im Zuge wachsender Urbanisierung ist die Frage danach, wie wir Personen und Güter weiterhin nachhaltig mit Fahrzeugen transportieren können”, so Kirsten Welther, Marketing-Managerin bei Verizon Connect. „Mit dem Smart Driving City Index wollen wir die Städte hervorheben, die die Bedeutung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur bereits erkannt haben.”

Rang Städte Belastbarkeit Smart Technology Sicherheit Gesamtergebnis
1 Brüssel 98,5 69,3 100,0 100,0
2 Wien 72,9 78,5 88,5 88,8
3 Amsterdam 84,2 100,0 48,9 86,1
4 Hamburg 86,9 75,0 60,9 81,9
5 Köln 100,0 68,5 50,8 80,5
6 Berlin 79,1 70,4 65,1 78,6
7 Paris 78,1 82,4 50,9 77,3
8 München 85,0 82,9 43,2 77,2
9 Stockholm 22,1 89,2 93,7 74,7
10 Prag 76,0 47,7 69,6 70,0

Die gesamte Rangliste und alle Informationen zur Methodik finden sich unter: verizonconnect.com/de/ressourcen/artikel/smart-driving-city-index

Diesen und weitere Beiträge zum Thema Mobilität 4.0 elektrisch-vernetzt-autonom finden Sie im aktuellen eMove360° Magazin 03/2021. Kostenloses Download-PDF.

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08.10.2021   |  

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