Zeelandia SolarOnTop
Fahrzeugintegrierte Photovoltaik hilft Fuhrparks, den Energieverbrauch zu senken, das Stromnetz zu entlasten und die Betriebssicherheit zu verbessern
Solarbetriebene Lkw und Anhänger senken den Energiebedarf und entlasten die überlasteten Stromnetze Europas. Dies ist das wichtigste Ergebnis des SolarMoves-Projekts, das eine der ersten groß angelegten Validierungen von fahrzeugintegrierter Photovoltaik (VIPV) im gewerblichen Verkehr in der Praxis liefert.
Die Schlussfolgerung basiert auf Messdaten von mehr als 1,3 Millionen Kilometern in ganz Europa und zeigt, dass die direkte Energieerzeugung auf Fahrzeugen mittels Solarmodulen die Abhängigkeit von externem Strom und Kraftstoff deutlich verringert, insbesondere in der Logistik, wo der Bedarf an Zusatzenergie hoch ist.
Die Auswirkungen sind in der Praxis bereits sichtbar. SolarMoves zeigt, dass:
Als wichtiger Partner des Projekts spielte IM Efficiency, Entwickler von SolarOnTop, der Solartechnologie für Lkw und Anhänger, eine zentrale Rolle bei der Validierung dieser Ergebnisse im realen Flottenbetrieb, indem das Unternehmen die Fahrzeuge seiner Kunden neben den Solaranlagen auch mit Sensoren ausstattete; SolarOnTop lieferte die Daten, auf denen diese Erkenntnisse basieren.
Diese Erkenntnis ist für Transportunternehmen von entscheidender Bedeutung: Durch die Senkung des Energiebedarfs auf Fahrzeugebene können Flotten trotz Netzengpässen elektrifiziert werden, während gleichzeitig die Betriebssicherheit und die Kosteneffizienz verbessert werden.
Netzbetreiber arbeiten daran, die Stromnetze auszubauen, doch die Kapazität von Kabeln, Transformatoren und Umspannwerken kann kaum mit der Nachfrage Schritt halten. In ganz Europa sehen sich Unternehmen aufgrund begrenzter Netzkapazitäten mit Verzögerungen bei der Elektrifizierung ihrer Logistik konfrontiert.
VIPV bietet einen praktischen Weg, diesen Druck zu verringern. Durch die Erzeugung von Solarenergie direkt auf Fahrzeugoberflächen wie Dächern und Seitenwänden verringert es die Abhängigkeit von externer Energie, ohne dass zusätzliche Flächen oder Infrastruktur erforderlich sind.
Für Personenkraftwagen zeigt SolarMoves, dass VIPV den Ladebedarf erheblich senken kann. In Mitteleuropa können PKWs je nach Fahrverhalten bis zu 55 % ihres jährlichen Energiebedarfs selbst erzeugen; in Südeuropa steigt dieser Anteil auf bis zu 80 %.
Im gewerblichen Transport ist das Potenzial sogar noch größer. Lkw, Transporter, Busse und Anhänger vereinen große nutzbare Flächen mit einem hohen Energiebedarf für Kühlung, Klimatisierung und Hilfssysteme, was sie ideal für die Integration von Solaranlagen macht. SolarOnTop, die Solartechnologie für Lkw und Anhänger, ist bereits auf mehr als 120 Anhängern in ganz Europa installiert und trägt messbar zur Senkung des Energieverbrauchs bei.
Für Logistikunternehmen bietet VIPV klare betriebliche und finanzielle Vorteile.
SolarMoves zeigt, dass:
Bei dieselbetriebenen Flotten senkt die Solarintegration den Kraftstoffverbrauch für Bordsysteme wie Heizung, Kühlung und Kältetechnik. Dies senkt die Kosten, reduziert den Leerlauf des Motors und verringert Emissionen und Lärm. In einigen Fällen können sich die Investitionskosten innerhalb von 1–2 Jahren amortisieren.
Netzengpässe entwickeln sich zunehmend zu einem Hemmnis für die Elektrifizierung des Verkehrs. Viele Flottenbetreiber sehen sich aufgrund begrenzter Netzkapazitäten mit Verzögerungen beim Ausbau ihrer Depots konfrontiert.
VIPV bietet eine ergänzende Lösung, indem es den Energiebezug aus dem Netz reduziert. Durch die direkte Energieerzeugung in den Fahrzeugen trägt es zu einer gleichmäßigeren Verteilung des Energiebedarfs bei und senkt die Spitzenlasten in den Depots. Dadurch werden Flotten weniger abhängig von externer Infrastruktur und ihre Widerstandsfähigkeit wird verbessert.
Eine zentrale Stärke von SolarMoves ist die Kombination aus Modellierung und Validierung unter realen Bedingungen. Mit sensorausgestatteten Fahrzeugen wurden europaweit mehr als 1,3 Millionen Kilometer an Sonneneinstrahlungsdaten erfasst.
IM Efficiency hat durch Messkampagnen mit Nutzfahrzeugen zu dieser Arbeit beigetragen. Die Ergebnisse bestätigen, dass VIPV in der Praxis einen bedeutenden Energiebeitrag leisten kann, und unterstreichen gleichzeitig die Bedeutung realer Faktoren wie Verschattung, Parkverhalten und Fahrzeugnutzung.
„Transportunternehmen stehen unter dem Druck, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig einen zuverlässigen und kosteneffizienten Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Integration von Solarenergie bietet einen praktischen Weg, den Energiebedarf direkt auf Fahrzeugebene zu senken. Die Ergebnisse von SolarMoves zeigen, dass VIPV bereits heute einen Mehrwert liefert, insbesondere in der Logistik, wo der Energieverbrauch hoch und die Betriebsverfügbarkeit entscheidend ist.“
SolarMoves ist ein internationales öffentlich-privates Konsortium, dessen Ziel es ist, das Potenzial solarbetriebener Fahrzeuge zu untersuchen, um den Übergang zu einem vollständig elektrifizierten Verkehrssystem in der EU zu unterstützen.
Dem Konsortium gehören führende Organisationen auf diesem Gebiet an, darunter IM Efficiency, TNO (The Netherlands Organization for Applied Scientific Research), Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems, Sono Motors und lightyear. Dieses Projekt wurde auf Initiative der Generaldirektion Mobilität und Verkehr (DG MOVE) der Europäischen Kommission ins Leben gerufen, um das Potenzial solarbetriebener Fahrzeuge und deren Auswirkungen auf die Politik und die Vorschriften zur Ladeinfrastruktur in Europa in den kommenden Jahren zu untersuchen.
https://imefficiency.com/article/solarmoves-solar-trucks-reduce-energy-demand
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