Voi_App. Foto: VOI

VOI-APP: Persönliche Klimabilanz im Blick

Der schwedische E-Scooter Anbieter Voi Technology erweitert seine Buchungs-App um ein neues “Impact Dashboard”. Dort können Nutzer einsehen, wie viele Emissionen durch ihre E-Scooterfahrten eingespart werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis eines von Verkehrsforschern geprüften Modellierungsverfahrens, dass die Anzahl der ersetzen Autofahrten, sowie Emissionen aus Herstellung und Logistik der Scooter mit einbezieht.

 Immer mehr Deutsche haben ihre persönliche Klimabilanz kritisch im Blick. Um für mehr Transparenz im Verkehrssektor zu sorgen seine Nutzer dabei zu unterstützen, ein stärkeres Bewusstsein für die Auswirkungen ihrer Mobilitätsentscheidungen zu entwickeln, führt der deutsche Marktführer Voi Technology zum Jahreswechsel ein sogenanntes “Impact Dashboard” ein. Wer mit den Scooter des schwedischen Anbieters fährt, kann in der Leih-App ab jetzt jederzeit das persönliche Emissionsprofil abrufen. Die Modellierung erfolgt in Anlehnung an den motorisierten Kraftwagenverkehr, wird individuell errechnet und in Echtzeit aktualisiert.

 CO2 Einsparungen und PM2,5
Das Impact Dashboard zeigt die geschätzten Kohlendioxid (CO2)-Einsparung der Nutzer an, wenn sie statt des Autos auf einen Scooter umsteigen. Im Schnitt liegt dieser Wert in Deutschland bei rund 15 Prozent, etwa jeder sechsten Fahrt. Die Modellierung berücksichtigt außerdem nicht nur die Emissionen für eine Einzelfahrt, sondern den gesamten Lebenszyklus des Rollers, von der Fertigung bis zum Verwertungsprozess. Darüber hinaus gibt das Dashboard die durchschnittliche Auswirkung auf die Luftqualität nach der PM2,5 Metrik zur Messung von Feinstaubbelastung an. Die Exposition gegenüber PM2,5 verursachte 2018 allein in Europa über 400.000 Todesfälle und wird als fünftgrößter Risikofaktor für die weltweite Sterblichkeit eingestuft.

Wissenschaftlich geprüfter Umweltrechner
Die zugrunde liegende Modellierung der Klimabilanz wurde in Zusammenarbeit mit Verkehrsforschern des MaaS Lab vom University College London entwickelt. Sie verarbeitet neben Fahrtdauer und durchschnittlicher Umstiegsrate vom Auto die offiziellen Emissionsfaktoren für andere Verkehrsträger, sowie Vois Emissionsfaktoren für CO2- und PM2,5-Äquivalente auf Grundlage einer umfassenden Ökobilanz. Seit der Markteinführung in Europa im Jahr 2018 wurden mehr als 90 Millionen Fahrten mit den korallenroten E-Scootern und E-Bikes von Voi in über 70 Städten in 11 Ländern durchgeführt. Im deutschen Markt werden Vois E-Scooter zu 30 Prozent für die letzte Meile genutzt, 50 Prozent der Fahrer steigen häufiger auf den öffentlichen Nahverkehr um.

Zero-Waste Ansatz

Das neueste E-Scooter-Modell, der Voiager 4, hat eine erwartete Lebensdauer von über fünf Jahren. Er ist mit austauschbaren Batterien ausgestattet, die an Ort und Stelle gewechselt werden können, um Fahrten zu Lagerhäusern zu vermeiden und einen umweltfreundlicheren Betrieb zu gewährleisten. Der Voiager 4 besteht zu über 90 Prozent aus recyceltem Material, Voi strebt an, die Roller bis 2025 zu 95 Prozent aus recyceltem Material fertigen zu können. Das Unternehmen verfolgt einen Zero-Waste Ansatz und wartet jeden Scooter in wöchentlichen Zyklen.

Stephan Boelte, Voi Deutschlandchef erklärt: „Ein Jahr nach Beginn des ‚Aktionsjahrzehnts‘ muss die Weltgemeinschaft ihren Ehrgeiz weiter steigern, um die Klimakrise erfolgreich zu bewältigen, das Pariser Abkommen zu erfüllen und den Übergang zu einem klimaneutralen Verkehr zu schaffen. Bis heute haben Voi-Nutzer elf Millionen Autofahrten ersetzt – und der Trend steigt. Gemeinsam mit den Städten, den Bürgerinnen und Bürgern und anderen Anbietern von öffentlichen Verkehrsmitteln und Mikromobilität können wir den Bedarf an kurzen Autofahrten verringern, schädliche Emissionen reduzieren und frischen Wind, mehr grün und ein positives Lebensgefühl in den urbanen Raum bringen.“ www.voi.com

Diesen und weitere Beiträge zum Thema Mobilität 4.0 elektrisch-vernetzt-autonom finden Sie in der aktuellen Ausgabe des eMove 360° Magazins. Hier kostenloses Download-PDF.

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