Voi führt E-Scooterparkplätze ein

Ab sofort gibt es in München, Nürnberg, Frankfurt und Stuttgart an wichtigen Verkehrsknotenpunkten sowie in der Nähe von Stellen, wo die Gehsteige zu schmal für das Abstellen von Fahrzeugen sind, spezielle virtuelle Parkzonen für E-Scooter geben. Der schwedische E-Scooterverleiher Voi zieht seine Bilanz aus dem ersten Jahr in Deutschland und will durch eine bundesweite Anpassung des Betriebsmodells das Parken der E-Scooter strenger regulieren. Ein mögliches Verbot der E-Scooter auf Gehwegen, das in den nächsten Tagen im Bundesrat diskutiert wird, sieht das Unternehmen kritisch.

“Unsere Unternehmensphilosophie ist es, Mobilität im urbanen Raum zu erleichtern und eine praktische Alternative zum Auto anzubieten”, erklärt Claus Unterkircher, Vois General Manager für den DACH-Raum. “Damit uns das gelingt, ist es wichtig, dass Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen wird.”

Aus diesen Gründen hat Voi bundesweite Maßnahmen getroffen, um das ordnungsgemäße Abstellen der E-Scooter zu fördern. Ab dem Wochenende wird es in der Voi-App speziell ausgewiesene Parkzonen geben, an denen die E-Scooter abgestellt werden können, ohne für andere Verkehrsteilnehmer zum Hindernis zu werden. Das Parken der E-Scooter in diesen Bereichen wird von Voi zusätzlich belohnt: Wer die E-Scooterfahrt dort beendet, bekommt die Hälfte des Startpreises von einem Euro zurückerstattet.

Aktuell arbeitet Voi an einem neuen E-Scootermodell, das über ein Display am Lenker Parkzonen in der Nähe anzeigt. In Stockholm testet das Unternehmen außerdem Dockstationen für E-Scooter, an denen die Geräte geparkt und geladen werden können – diese Technologie will Voi zukünftig auch nach Deutschland bringen.

“Wir sehen das so: Der öffentliche Raum sollte für alle da sein – solange sie sich an die Regeln halten”, erklärt Unterkircher. Die E-Scooter vom Gehsteig zu verbannen, wie es innerhalb der Novellierung der StVO vorgesehen ist, hält er deshalb für unnötig und nicht zielführend. “Mit dem Start der E-Scooter ist in Deutschland eine Diskussion über öffentlichen Raum entbrannt, die wir schon lange hätten führen müssen. Aktuell gibt es Fahrbahnen und Parkplätze nur für Kraftfahrzeuge, nicht aber für alternative Mobilitätsangebote – das muss sich ändern. Nahezu die Hälfte des Innenstadtbereichs nehmen Straßen und Stellplätzen für Autos in einigen deutschen Städten inzwischen ein. Und obwohl Million von Fahrzeugen dort tagtäglich im Stau stehen, kommen immer mehr dazu. Verbieten wir jetzt das Abstellen der E-Scooter auf dem Gehweg, ist das eine Absage an die Verkehrswende!”

https://www.voiscooters.com/de/

10.02.2020   |  

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