APP550 is among the most efficient electric drive systems in its class
Wenn es um Elektrifizierung geht, kommt es auf die Größe an. Diese Woche hat der Volkswagen Konzern einen entscheidenden Meilenstein erreicht: weltweit fünf Millionen produzierte Elektroantriebe. Über die symbolische Zahl hinaus zeigt diese Leistung, wie tief die E-Mobilität mittlerweile im globalen Industriesystem des Konzerns verankert ist.
Die Fünf-Millionen-Marke ist das gemeinsame Ergebnis der Produktion in Győr, Kassel, Tianjin und Zuffenhausen – ein Netzwerk, das die übergeordnete Strategie von Volkswagen widerspiegelt: Schlüsseltechnologien zentral entwickeln, global industrialisieren und markenübergreifend in großem Maßstab einsetzen.
Eine zentrale Säule dieses Ausbaus ist das Werk Kassel, das Teil des Kompetenznetzwerks von Volkswagen Group Components ist. Allein im Jahr 2025 steigerte Kassel die Produktion von Elektroantrieben gegenüber dem Vorjahr um rund 24 Prozent auf mehr als 850.000 Einheiten. Dieses Wachstum spiegelt nicht nur die steigende Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen wider, sondern auch die Entschlossenheit des Konzerns, das Kern-Know-how im Bereich Antriebsstrang im eigenen Haus zu behalten.
Thomas Schmall, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Gruppe für Technologie, sagt: „Die Produktion von fünf Millionen Elektroantrieben ist ein Meilenstein, der die Führungsposition von Volkswagen sowohl im ICE- als auch im BEV-Segment unterstreicht. Unser globales Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk ermöglicht es uns, alle Aspekte des elektrischen Antriebsstrangs zu beherrschen, Innovationen zu beschleunigen und herausragende Qualität sicherzustellen. Mit der Entwicklung unseres ersten Pulswechselrichters im eigenen Haus bauen wir zusätzliches Know-how auf und nehmen das „Gehirn“, das den Elektromotor seiner Klasse steuert, selbst in die Hand. Das sichert nicht nur eine hohe Leistung für unsere Kunden, sondern stärkt auch die technologische Souveränität des Volkswagen Konzerns.“
Wenn der Motor der Muskel ist, dann ist der Impulswechselrichter das Gehirn. Der nächste strategische Schritt von Volkswagen besteht darin, diese Schlüsselkomponente vollständig ins eigene Haus zu holen. Der neu entwickelte Impulswechselrichter von Volkswagen Group Components wird künftig in Elektroantrieben mehrerer Marken zum Einsatz kommen.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: schnellere Produktentwicklungszyklen, Kostensenkungen und größere Unabhängigkeit von externen Zulieferern. Noch wichtiger ist, dass die interne Kontrolle über die Leistungselektronik die technologische Autonomie des Konzerns stärkt – ein Faktor, der in einem geopolitisch komplexen Lieferumfeld zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Der neue Wechselrichter wird auch eine zentrale Rolle in der kommenden Electric Urban Car Family spielen. Modelle wie der ID. Polo, der Škoda Epiq und der CUPRA Raval werden von Siliziumkarbid-Halbleitern im neuen Elektromotor APP290 profitieren. Der Einsatz dieses Materials verspricht eine verbesserte Effizienz, eine größere Reichweite und eine bessere Alltagsleistung.
Der auf 400-V-Technologie basierende APP290 soll Leistungsstufen von 85 kW (116 PS) bis zu 166 kW (226 PS) abdecken und dem Konzern damit die Flexibilität geben, die Leistung an verschiedene Marken und Kundenerwartungen im Kompaktsegment anzupassen.
Mit 115 Produktionsstätten in Europa, Amerika, Asien und Afrika und einer Auslieferung von 9,0 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2024 vollzieht sich die Transformation von Volkswagen auf einer riesigen industriellen Bühne. Im Jahr 2024 erzielte der Konzern einen Umsatz von 324,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 19,1 Milliarden Euro – eine finanzielle Stärke, die seine Investitionen in Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomes Fahren untermauert.
Der Meilenstein von fünf Millionen Antrieben ist daher nicht nur eine technische Fußnote. Er ist ein Signal dafür, dass die Elektrifizierung bei Volkswagen von Pilotprojekten zum industriellen Standard geworden ist. Durch die Kombination von Plattformstrategie, eigener Leistungselektronik und globaler Produktions Tiefe positioniert sich das Unternehmen nicht nur als Automobilhersteller, sondern als „Global Automotive Tech Driver”.
In einer Branche, in der die Wettbewerbsfähigkeit zunehmend von Software, Halbleitern und Systemintegration abhängt, könnte die Beherrschung des elektrischen Antriebsstrangs – vom Motor bis zum Wechselrichter – sich als einer der entscheidenden Hebel für das kommende Jahrzehnt erweisen.
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