Photo: ZF Lifetec
ZF LIFETEC verbindet beim neuen „Infrared Belt“ passive Sicherheit mit intelligenter Innenraumüberwachung. Das speziell entwickelte Gurtband besitzt eine integrierte Infrarot-Signatur, durch die Fahrzeugkameras nicht nur erkennen können, ob der Sicherheitsgurt geschlossen ist, sondern auch, ob er tatsächlich korrekt über den Körper geführt wird.
Dafür kombiniert ZF LIFETEC unterschiedliche Garne mit definierten spektralen Eigenschaften. Ihre charakteristische Reflexion und Absorption hebt das Gurtband im Infrarotbild deutlich von Kleidung, Haut und Sitzoberflächen ab. Die Erkennung funktioniert unabhängig von Farbe und Lichtverhältnissen im Innenraum. Selbst wenn der Gurt unter dem Arm oder hinter dem Rücken verläuft, können entsprechende Kamerasysteme die Fehlanwendung identifizieren.
Damit geht die Lösung deutlich über klassische Gurtschlosssensoren hinaus. Diese registrieren lediglich, ob die Schlosszunge eingesteckt wurde – nicht jedoch, ob der Gurt im Ernstfall seine Schutzwirkung entfalten kann. Auch gegenüber herkömmlichen RGB-Kameras verspricht die infrarotbasierte Materialerkennung eine höhere Zuverlässigkeit, da Spiegelungen oder ähnliche Farben die Detektion weniger beeinflussen.
„Unser neuer Sicherheitsgurt sorgt dafür, dass Infrarotkameras präziser erfassen, ob ein Insasse bestmöglich geschützt ist. Damit schaffen wir die Grundlage für eine höhere Qualität der Insassenerkennung und steigern die Sicherheit für Fahrer, Beifahrer und Insassen auf der Rückbank deutlich“, erklärt Harald Lutz, Senior Vice President Research and Development bei ZF LIFETEC.
Die Entwicklung trifft auf steigende regulatorische Anforderungen. Innenraumkameras zur Erkennung von Müdigkeit und Ablenkung gewinnen in Europa an Bedeutung, während Euro NCAP künftig stärker bewerten will, ob Rückhaltesysteme unter realen Bedingungen korrekt genutzt werden. Der Serienstart des Infrared Belt ist bereits für August 2026 vorgesehen.
ZF ist in mehreren Geschäftsbereichen seit vielen Jahren im Thema Autonomous Driving unterwegs. Dabei haben sie bereits den eMove360° Award for Electric & Autonomous Mobility 2020, mit dem Autonomen Shuttle GRT3 gewonnen.
Infrared Belt – Eine Innovation zwischen zwei Award-Welten
Der Infrared Belt ist ein spannender Grenzfall: Seine besondere Garn- und Materialentwicklung qualifiziert ihn für den MATERIALICA Design + Technology Award. Gleichzeitig unterstützt er kamerabasierte Insassenerkennung und damit zentrale Technologien des automatisierten und autonomen Fahrens – ein überzeugender Kandidat für den eMove360° Award for Electric & Autonomous Mobility.
Unternehmen mit vergleichbaren Innovationen können ihre Projekte noch bis zum 31. Juli 2026 einreichen und selbst entscheiden, welcher technologische Schwerpunkt im Vordergrund steht.
Jetzt für den MATERIALICA Award einreichen:
www.emove360.com/de/awards/materialica-award/
Jetzt für den eMove360° Award einreichen:
www.emove360.com/de/awards/emove360/
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