Elektro-Hybridbus mit Ladetechnik von Siemens in Hamburg vorgestellt

Der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch und Ulrike Riedel, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG, präsentierten den neuen Elektro-Hybridbus für die Hamburger Innenstadt. Der neue Volvo-Bus verfügt über Plug-in-Technologie und wird von einem Siemens-Ladesystem mit Strom versorgt. Die Schnellladestationen sind die neueste Entwicklung von Siemens für Hochleistungsladesysteme für Elektrobusse.Bild Siemens Hybridbus klein

Der Elektro-Hybridbus soll ab Dezember circa sieben Kilometer rein elektrisch und damit schadstofffrei auf der Innovationslinie 109 zwischen Alsterdorf und dem neu errichteten Elektrobus-Terminal durch Hamburg fahren.

„Die Batterietechnologie wird immer interessanter für den Einsatz im Busbereich. Wir gehen mit dem Elektro-Hybridbus einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg, nur noch rein elektrische Busse anzuschaffen. Die Hochbahn sieht sich hier auch als Partner der Industrie, um wichtige Erfahrungen im Alltagseinsatz zu sammeln“, sagte Ulrike Riedel, Vorstand Betrieb und Personal bei der Hamburger Hochbahn.

Håkan Agnevall, Präsident der Volvo Bus Corporation: „Wir freuen uns und sind sehr stolz auf unsere erfolgreiche Kooperation mit der Hochbahn und Siemens. Der aktuelle Höhepunkt unserer Zusammenarbeit ist der neue Elektro-Hybridbus. Zusammen mit der Hochbahn sind wir Wegbereiter für das Entstehen grüner Effizienz. Hier in Hamburg setzen wir heute unseren grünen Entwicklungspfad weiter fort in Richtung volle Elektromobilität.“

„Wir freuen uns, dass wir mit unserer innovativen Ladeinfrastruktur für die neuen Hybrid-Busse mit dazu beitragen, der E-Mobilität und einem zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg einen deutlichen Schub zu geben“, sagte Andreas Laske, Projektleiter Elektrobuslösungen bei Siemens. Der Lithium-Ionen-Akku des Volvo 7900 Electric Hybrid wird über zwei Ladeschienen auf dem Dach aufgeladen und versorgt den Elektromotor (150 kW) mit Strom. Der Bus fährt etwa sieben Kilometer rein elektrisch. Um dies zu ermöglichen, werden Schnellladestationen an der Anfangs- und der Endhaltestestelle aufgebaut.

Netzanschluss und Stromrichter befinden sich in einem Trafohaus neben der Haltestelle. An dem Lademast ist ein Kontaktarm befestigt. Befindet sich der Bus im Toleranzbereich des Kontaktsystems, genügt die Betätigung der Feststellbremse, und der Ladevorgang wird automatisch gestartet. Der Ladevorgang an sich läuft vollautomatisch ab und wird beendet, sobald die volle Aufladung errreicht ist. Der Vorgang kann auch vorzeitig beendet werden, indem die Feststellbremse gelöst wird.

Die Schnellladestationen in Hamburg stellen die neueste Entwicklung von Siemens für Hochleistungsladesysteme für Elektrobusse dar. Auf den Bussen müssen nur Kontaktschienen sowie eine WLAN-Kommunikationsbox montiert werden. Das spart Platz, Gewicht und Kosten für jeden einzelnen Bus.

Zwischen dem Bus und der Ladestation wird eine Kommunikation per WLAN hergestellt. Dabei wird der Bus identifiziert und die Anforderungen des Batteriemanagementsystems werden an die Ladestation übertragen. Zur Kontaktierung senkt sich der Kontaktarm auf die Ladekontaktschienen auf dem Bus herab. Vor dem Stromfluss erfolgt eine elektrische Erdung des Busses.

Der Stromfluss zwischen Fahrzeug und Ladestation wird kontinuierlich geregelt und auf den jeweiligen Ladezustand und auch Batterietyp abgestimmt. Der Ladevorgang ist in max. sechs Minuten abgeschlossen.

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