eMove360°-Reisetipp: Herbst in Südtirol – Fünf Sterne über den Dächern von Meran

Berggipfel und Palmen: Die Kurstadt Meran bietet beides und ist der perfekte Ort, um im Herbst noch einmal Sonne zu tanken Wo: Im familiengeführten Genießerhotel La Maiena Meran Resort.

Warum: Die Begeisterung des Hoteliers Mathias Waldner für Elektromobilität ist so groß, dass er diese gerne mit seinen Gästen teilt. Unter dem Motto „green goes better“ stehen ein BMWi3 und topaktuelle Ebikes für Touren ins Meraner Umland bereit. Den Strom bezieht er aus dem eigenen Blockheizkraftwerk. Und: Zwischen farbenfrohen Apfelbäumen und exklusivem Ausblick auf Meran, die majestätischen Berge und das sonnige Etschtal lässt es sich im Infinity Pool auch himmlisch wellnessen.

Ich war quasi sofort elektrifiziert“, Mathias Waldners dunkelbraune Augen leuchten als er von seiner ersten Begegnung mit einem Elektroauto erzählt. Ein Freund hat ihm, als sein Diesel zum Verkauf anstand, einen BMWi3 geliehen. „Das erste Elektroauto, das mir gefallen hat“, gibt Waldner zu. „Und dann das Fahrerlebnis – mit keinem Verbrenner zu vergleichen“, schwärmt der 35-Jährige Hotelier aus Marling bei Meran weiter. „Ich war infiziert vom ersten Moment an“. Privat war die Entscheidung sofort gefallen, es musste eine Elektroauto her. Waldners Lebensgefährtin Evelyn fährt mittlerweile ebenfalls ihr eigenes E-Auto, den Jaguar ePace. Damit auch die Gäste ihres Fünfsternehotels La Maiena in den Genuss dieses Fahrerlebnis kommen können, haben die Waldners unter dem Motto „green goes better“ einen i3 zum Ausleihen – auch für interessierte Marlinger. Die Zahl der Infizierten steige stetig. In der Tiefgarage gibt es aktuell zwei Ladestationen – doch mittelfristig soll der große Parkplatz zur Straßenseite mit mindestens vier weiteren Lade­stationen auch für Gäste auf der Durchreise ausgestattet werden.

Südtiroler Herzlichkeit, mediterraner Lebensstil, städtischer Lifestyle

Aufgeschlossen und innovativ, gleichzeitig tief verbunden mit seiner Südtiroler Heimat ist Mathias Waldner. Das scheint er vom Großvater geerbt zu haben, der an diesem Logenplatz oberhalb von Meran, 1964 ein Restaurant und Nachtlokal für Einheimische eröffnet hatte. Der Grundstein für das heutige Fünfsterneresort mit den vier Gebäudekomplexen La Maiena Stammhaus, La Maiena Gourmet & Spa, La Maiena Residence sowie Meran Lodge mit 14 Luxus-Suiten und drei Luxus-Penthouse-Suiten war gelegt. Family Business: Der 35-Jährige führt heute gemeinsam mit seiner Partnerin Evelyn das Resort, das sein Gesicht vor allem auch den Eltern verdankt. Schwester Elisabeth leitet mit begnadeten Händen das Spa. Mama Marlene stammt aus der Hoteliersfamilie Dorfer im Passeiertal und unterstützt die „Jungen“ ebenso wie Papa Hans. Besonders gerne übernehmen sie die wöchentliche Gästewanderung zur hauseigenen Flatscherhütte und verwöhnen die Wanderer nach der eineinhalbstündigen Tour durch idyllische Berg­wälder mit Südtiroler Speck, Käse und einem Glaserl Roten.

Waalwege und Weinhöfe

Die Wandermöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Wer es gemütlich mag, der erkundet ohne große Steigungen die Waalwege. Da die Bauern in Südtirol seit jeher mit der Trockenheit zu kämpfen hatten, wurden Waale als Bewässerungssystem eingerichtet und daneben die Waalwege als Kontrollwege installiert. Direkt vor der Hoteltür startet der Marlinger Waalweg. 12 Kilometer lang mit Blick über den gesamten Meraner Talkessel, den Bergzacken des Ifinger und Hirzer bis zur Texel-Gruppe.

Etwas unterhalb des Marlinger Waalwegs, nicht weit vom Hotel, steht der Plonerhof für das zweite wichtige W in der Region, den Wein. Sein Besitzer, Erhart Tutzer, stammt ursprünglich aus Bozen, wo er Italiens zweitgrößte Reb­schule betrieben und damit fast alle Winzer mit Reben versorgt hat. Als er damals vor lauter Arbeit und Reisen nur noch unter Strom stand, sollte Ruhe einkehren. Die Ruhe aber sollte auch mit Wein zu tun haben. Heute hat er die Rebschule verpachtet und baut gemeinsam mit seinem Sohn auf einer eher ungewöhnlichen Weinlage, an einem Nörder(Nord)hang, vollmundigen Wein an, der in den besten Restaurants Italien ausgeschenkt wird: vom Blauburgunder über den Sauvignon blanc, Riesling und Weißburgunder bis hin zum Rosen- und Goldmuskateller. Donnerstags von 16. bis 18 Uhr gibt es eine Weinbergbesichtigung mit Weinprobe im modernen Weinkeller.

Wellness: Das W Nummer drei

Schwerelos im Pool schwimmen und das malerische Panorama genießen: Herrliche 26 Meter lang ist der Infinity Outdoor-Pool, 15 Meter misst der Indoor-Pool. Insgesamt gibt es fünf Pools, sechs Saunen und viel Platz zum Entspannen, eine Balloon Lounge, für Eltern mit Kleinkindern, mit seichtem Baby-Warmwasserpool 33 Grad und Kuschelwiese. Das „Sensa Spa“ lockt mit Saunabereich mit Finnischer Eventsauna und dem größten Nackt-Pool Südtirols. Für den perfekten Wellnessmoment bietet die Saunawelt die Qual der Wahl zwischen Finnischer Sauna, einer Bio-Kräutersauna, dem Aroma-Kräuter Dampfbad, einer Infrarotkabine sowie einer milden Schwitzsauna. Romantische Zweisamkeit verspricht die Private Spa Suite Emilia, mit Massage-Highlights wie Lomi Lomi Nui zu hawaiianischen Klängen und „Tropical Ritual“.

Kulinarische Kreativität

Kulinarik und Weinkultur haben im La Maiena einen besonderen Stellenwert. Nicht umsonst ist das Hotel Mitglied bei der Vereinigung „Genießerhotels und -restaurants“. Die kreative Küche von Chefkoch André Kassin wurde von Premio Godio (Südtirols Restaurant des Jahres), Veronelli, Michelin und Feinschmecker geehrt. Ein Glück, wenn man sich die Raffinessen Kassins auf der Zunge zergehen lassen darf. Protagonisten auf der Zutatenliste sind regionale, saisonale und frische Produkte. Zubereitet klingen sie so verlockend wie Konfierte Kalbshaxe mit Radieschen, Kressesalaten und Bauernbrotkrokant, Tortellini gefüllt mit Käsefonduta auf Cremespinat und schwarzem Trüffel, Hirschrücken mit Pastinake, Rosenkohl, Blaukraut gebackenen Schupfnudeln… Dazu ein dunkelroter Blauburgunder, ein Gläschen Dessertwein und die nötige Bettschwere ist erreicht. Vom Bett aus glitzern die Lichter von Meran mit den Sternen am Himmel um die Wette.

Wake-up-Yoga und E-Biketour mit Boxenstopp

7.15 Uhr. Der Wecker klingelt. Wollen wir im Urlaub tatsächlich so früh aus den Federn? Morgen-Yoga ist angesagt. Etwas verschlafen schlurfen wir zum Treffpunkt, dem Yoga- und Bewegungsraum: lichtdurchflutet, mit duftenden Zirbenholz verkleidet und Panoramablick auf die Berge und über Meran – wir können uns nie satt sehen an diesem Ausblick! Die Müdigkeit ist schnell vergessen. Auch dank Hanni Thöni, der begnadetsten Yogalehrerin, die ich je hatte. Allein die Stimme ist Entspannung pur. Wie im Flug vergehen eineinhalb Stunden mit Hund, Krieger und Sonnengruß. Danach lechzen wir nach Frühstück auf der Terrasse in der Sonne mit köstlichem Bauernbrot, Eiern und Speck, dazu frischpüriertes Smoothie aus Äpfeln, Sellerie und Spinat.

Ein Selbstbedienungs-Ausschank made in Südtirol überrascht uns dann mittags auf unserer Tour mit dem Leih-E-Mountainbike durch die Weinberge: Ein kleiner Tisch ist neben dem Weg aufgebaut, darauf Becher und ein Plastikgefäß, aus dem man Wein zapfen kann, ein anderes hält Holunderblütensaft bereit. Direkt am Weinberg schmeckt der Tropen köstlich, wir nehmen eine Flasche davon mit. Das Geld kommt in die Kasse auf dem Tisch. Die Sonne lacht vom blauen Himmel, Berge, Burgen und Weinberge stehen Spalier. Das Radeln mit eingebautem Rückenwind macht Spaß – das liegt auch an der erstklassigen Qualität der Räder. Wir rauschen vorbei an Schloss Tirol nach Dorf Tirol von dort hinunter ins Etschtal nach Meran, in der schon Kaiserin Sisi so gerne gekurt hat. So gar nicht kaiserlich abstinent löffeln wir in der Eisdiele am Etsch-Ufer einen riesigen Eisbecher und nehmen noch, weil er so sehr zum südlichen Flair Merans passt, einen Aperol Spritz.

Adresse:
Fünfsternehotel La Maiena Meran Resort
Familie Waldner
39020 Marling bei Meran
Nörderstraße 15, Italien
Tel.+39 0473 447000
info@lamaiena.it
www.lamaiena.itwww.lamaiena.itwww.lamaiena.it

Aufladen:
2 Ladestationen, Steckertyp 2, Leistung 22 kW

Preis:
ab 160 Euro pro Pers. im DZ mit Verwöhnpension

Klick-Tipp zur Region:
www.merano-suedtirol.itwww.merano-suedtirol.itwww.merano-suedtirol.it

Autorin: Sabine Metzger

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05.09.2019   |  

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