Ganzheitliche Mensch-Maschine-Interaktion für autonome Fahrzeuge

Um eine hohe Nutzerakzeptanz und Vertrauen für fahrerlose Mobilitätslösungen zu schaffen, hat das Technologieunternehmen Continental speziell für autonome Fahrzeuge eine ganzheitliche Lösung für die Mensch-Maschine-Interaktion entwickelt. Diese Lösung wurde in der Entwicklungsplattform von Continental für fahrerlose Technologien, CUbE, entwickelt. Autonome Shuttle-Busse oder Robo-Taxis, die derzeit auf vorgegebenen Strecken getestet werden, ebnen den Weg für die fahrerlosen Fahrzeuge von morgen, die komplexe, gemischte Verkehrsszenarien problemlos bewältigen. Doch bevor Robo-Taxis auf Stadtstraßen zum Alltag gehören, müssen sie eine breite Akzeptanz und das Vertrauen der Nutzer gewinnen. Sicherheit, Zugänglichkeit, Komfort und ein immersives Erlebnis an Bord sollen die Akzeptanz dieser Fahrzeuge erhöhen und letztendlich eine breite Einführung ermöglichen.

Die ganzheitliche Mensch-Maschine-Schnittstelle von Continental wird den Grundstein dafür legen. Die eingesetzten Technologien schaffen ein positives Nutzererlebnis über den gesamten Anwendungsprozess, der weit über die Buchung von Fahrten und die Beförderung von Fahrgästen zum Zielort hinausgeht. Denn das Konzept unterstützt Nutzer auch bei der Planung ihrer nächsten Strecke und stellt relevante Informationen über gesellschaftliche Ereignisse bereit. Vor allem aber wird die Continental-Lösung Passagiere und Fußgänger davon überzeugen, dass ihre Sicherheit im fahrerlosen Fahrzeug und in dessen Umgebung gewährleistet ist. Zudem schafft sie Möglichkeiten für Smart Cities und Dienstleister, um maßgeschneiderte Mobilitätsdienste bereitzustellen.

„Continental ermöglicht mit diesem Ansatz eine intuitive Interaktion zwischen fahrerlosen Fahrzeugen, Fahrgästen und Fußgängern. Wir schaffen einen kontinuierlichen, natürlichen Dialog zwischen Mensch und Fahrzeug und bauen bei den Nutzern nicht nur Vertrauen, sondern auch Begeisterung auf. Dies ist für den Erfolg von autonomen Fahrzeugen unerlässlich”, betont Karsten Michels, Leiter Systems & Technology in der Division Interior von Continental.

„Auf der CES stellen wir eine nahtlose Mensch-Maschine-Interaktion innerhalb und außerhalb der CUbE-Fahrzeuge vor. Dafür setzen wir auf komplementäre Audio- und visuelle Schnittstellen. Unsere Präsentation basiert auf den bestehenden Produkten und Kompetenzen von Continental, von denen einige bereits marktreif sind”, ergänzt Michels.

Ganzheitliche Mensch-Maschine-Interaktion im Zentrum der immersiven Benutzererfahrung

Continental zeigt auf der CES 2020, wie die Nutzer über eine Smartphone-App ganz bequem einen Shuttle buchen und einen Sitzplatz reservieren können. Während sie auf ihre Fahrt warten, kann die Position des Shuttles in der App ständig verfolgt werden. Eine personalisierte Willkommensnachricht begrüßt den Benutzer bei der Ankunft des Shuttles. Auf einem großen Display sehen die Fahrgäste alle Streckeninformationen, verfügbare lokale Dienste und die Fahrzeugbenachrichtigungen in Form einer dynamischen Zeitachse. Als Ergänzung zur Anzeige im Fahrzeug werden die Fahrgäste auch akustisch über ihren Fahrstatus und ihre Fahrereignisse informiert – mit Umgebungsgeräuschen, die mit der Fahrzeugbewegung synchronisiert sind.

Während der Fahrt durch die Stadt werden zudem in Echtzeit Informationen über Sehenswürdigkeiten sowie kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse angezeigt. Dadurch entstehen Möglichkeiten für Städte und Dienstleister, ihre Kunden mit maßgeschneiderten Angeboten zu erreichen. Vor der Ankunft zeigt das Fahrzeug Informationen über Anschlussfahrten an. Die Fahrgäste werden beispielsweise über die Abfahrtszeit des nächsten verfügbaren Zuges oder Shuttles informiert, mit denen sie ihre weiteren Ziele erreichen können.

Ultimatives Ziel: das Vertrauen der Nutzer für fahrerlose Fahrzeuge zu gewinnen

Die Sicherheit der Fahrgäste und Fußgänger ist der wichtigste Aspekt beim autonomen Fahren. Deshalb reagiert die ganzheitliche Mensch-Maschine-Schnittstelle von Continental und gibt eine Meldung aus, wenn Fußgänger im Weg des Shuttles erkannt werden. Die Sensoren des Fahrzeugs registrieren die Anwesenheit des Fußgängers und validieren diese über eine benutzerfreundliche audiovisuelle Schnittstelle, die mit bestimmten Sehbehinderungen wie beispielsweise Farbenblindheit kompatibel ist. Unter anderem zeigen externe Bildschirme mit Infografiken die Sensorinformationen an, um Fußgänger oder andere Fahrzeuge darüber zu informieren, dass der Shuttle ihre Anwesenheit registriert hat. Zusätzlich informieren Außengeräusche den Fußgänger darüber, dass er in der Bahn des Fahrzeugs erkannt wurde, und fordern ihn auf, aus dem Weg zu gehen. Wenn das Fahrzeug anhält, um Fußgängern die Überquerung der Straße zu ermöglichen, werden die Fahrzeuginsassen entsprechend benachrichtigt.

https://www.continental.com

19.12.2019   |  

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