München: Stadt will Elektromobilität mit 30 Millionen Euro fördern

Die Stadt München will sich stark machen für den Ausbau der Elektromobilität. Die Mitglieder der Ausschüsse für Umwelt, Stadtplanung und Bauordnung, Arbeit und Wirtschaft sowie des Kreisverwaltungsausschusses haben heute über das Integrierte Handlungsprogramm zur Förderung der E-Mobilität in München (IHFM) beraten.

Mit diesem ist geplant, bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs gewerblich genutzte Pkw mit 2.500 Euro je Fahrzeug, gewerblich genutzte Lkw mit 4.000 Euro je Fahrzeug und Elektroroller mit 500 Euro je Fahrzeug zu fördern. Vorgesehen ist auch, die Ladeinfrastruktur deutlich auszubauen und ein öffentliches Fahrradverleihsystem mit Ladestationen für Pedelecs und E-Bikes anzubieten.Bild München1 klein

In dem heutigen gemeinsamen Ausschuss bestand weitgehend Konsens über das IHFM. Ein Beschluss wurde jedoch wegen diverser Änderungsanträge noch nicht gefasst. Am 20. Mai soll das Handlungsprogramm im Stadtratsplenum verabschiedet werden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Um E-Mobilität zukunftsfähig zu machen, müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern. Mit den geplanten städtischen Zuschüssen für gewerbliche Fahrzeuge und den Ausbau der Ladeinfrastruktur machen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig muss die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und den eigenen Fuhrpark immer mehr auf Elektrofahrzeuge umstellen. Ziel muss sein, in nicht allzu ferner Zukunft möglichst alle städtischen Fahrzeuge auf umweltfreundliche Technologie umzurüsten. Elektromobilität ist ein wesentlicher Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Elektroautos sind nicht nur sauber, sondern auch deutlich leiser als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.“

Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt: „Die Elektromobilität bedeutet für den Verkehrs- und Energiebereich einen Paradigmenwechsel. Wir haben es in der Hand, in München die richtigen Weichen für die Mobilität der Zukunft zu stellen.“ Lorenz weiter: „Ich freue mich, dass im Stadtrat Konsens besteht, den Einsatz von E-Mobilität im Münchner Gewerbe und die Infrastruktur in der Stadt mit rund 30 Millionen Euro fördern zu wollen. Ich hoffe, E-Mobility wird in naher Zukunft selbstverständlicher Alltag in München sein.“

Ein großes Potenzial der Elektromobilität liegt in den Städten und Ballungsräumen, also im Nahverkehrsbereich. Hier kommen die Vorteile dieser Antriebsart besonders zur Geltung: Elektrofahrzeuge können maßgeblich dazu beitragen, die Luft- und damit die Lebensqualität in den Städten deutlich zu verbessern. Das Mikroklima der Innenstädte und Ballungsräume ist heute durch diverse Schadstoff-Emissionen stark beeinträchtigt. Elektrofahrzeuge stoßen lokal keine Schadstoffe aus und sind bis zu einer Geschwindigkeit von zirka 35 Stundenkilometern zudem deutlich leiser als vergleichbare Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden. Eine Elektrifizierung des gewerblichen Flotten- und Verteilerverkehrs (z.B. Müllabfuhr, Stadtreinigung) bietet zusätzliches Potenzial, lokale Emissionen zu reduzieren. Deshalb sind Elektrofahrzeuge vor allem in Ballungsräumen ein wichtiger Pfeiler einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik.

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