Citroën ë-Jumpy: Grégory Fiorio, Citroën Deutschland Marketing-Direktor, verrät, warum der elektrisierte Kultkasten ein Alleskönner ist

Seit 90 Jahren gehört Citroën zu den führenden Anbietern von leichten Nutzfahrzeugen. Im zweiten Halbjahr kommt der neue Citroën ë-Jumpy in den Handel. Grégory Fiorio, Citroën Deutschland Marketing-Direktor, verrät im Interview für das eMove360° Magazin 02/2020, warum der elektrisierte Kultkasten ein Alleskönner ist.

Herr Fiorio, für wen empfehlen Sie den ë-Jumpy?

Der 100 Prozentelektrische Transporter ist ein wahrer Alleskönner. Er eignet sich perfekt für lokal emissionsfreie Auslieferungen in den Innenstädten aber natürlich auch für jeden Handwerker, der sich keine Sorgen um etwaige zukünftige Innenstadt-Fahrverbote machen möchte.

Wird man denn auf den ersten Blick erkennen können, dass es sich um einen elektrischen Transporter handelt?

Nein –und das ganz bewusst. Optisch unterscheidet sich der ë-Jumpy von seinem Zwilling mit Verbrennungsmotor nur durch den Ladeanschluss an der linken vorderen Karosserieseite sowie eine Abdeckung des Kühlergrills und einem kleinen ë -Logo an der Seite. Vermutlich wird man ihn aber an dem zusätzlichen E im Kennzeichen sofort erkennen können.

Wie sieht es mit dem Ladevolumen aus?

Die Nutzlast von bis zu 1.275 Kilogramm ist passgenau auf die Bedürfnisse im Segment zugeschnitten. Der Citroën ë-Jumpy basiert auf der Multi-Energy-Plattform EMP2 der Groupe PSA, welche den Einbau der Batterie im Chassis ermöglicht, wodurch das Ladevolumen erhalten bleibt. So gehört der neue Citroën ë-Jumpy mit einem Ladevolumen von 4,6 m3(XS ohne Moduwork) bis 6,6 m3(XL mit Moduwork) zu den besten Fahrzeugen im Segment. Und dankeiner Ladebreite von 1,25 Metern können Europaletten mühelos verstaut werden. All das miteiner Höhe von nur 1,90 Metern –so kann sich der neue ë-Jumpy problemlos auch in Tiefgaragen fortbewegen.

Und wenn es mal „etwas mehr“ zu transportieren gibt? Geht das dann immer noch elektrisch?

Ja! Denn der ë-Jumpy ist mit Anhängerkupplung bestellbar –ein absolutes Novum bei e-Transportern. Dabei bietet er eine Anhängelast von bis zu einer Tonne.

 Und wie ist das ThemaReichweitegelöst?

Grundsätzlich stehen zwei unterschiedlich große Lithium-Ionen-Batterien zur Wahl: Eine mit 50 kWh Kapazität für eine Reichweite bis 230 Kilometer und eine 75 kWh-Batterie für maximal 330 Kilometer nach WLTP. Die Batterien bestehen dabei aus 18 bzw. 27 Modulen. Und das System zur Rückgewinnung der Brems-und Verzögerungsenergie verbessert die Reichweite während der Fahrt.

Welche Ladeoptionen gibt es?

Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: An einer öffentlichen Schnellladestation kann er mit bis zu 100 kW geladen werden, so lässt sich die 50 kWh-Batterie in nur 30 Minuten und die 75 kWh-Batterie in nur 45 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufladen. Ideal bei einem Kaffee oder Mittagessen vor dem nächsten Kundentermin. An einem 7,4 kW-Ladeanschluss lässt sich die leere Batterie in weniger als 8 Stunden wieder vollständig aufladen, somit ist der ë-Jumpy beispielsweise über Nacht wieder einsatzbereit– ideal für Lieferdienste, die ihre Flotte über Nacht auf dem Betriebsgelände aufladen können. Und selbstverständlich ist der E-Transporter auch mit jeder konventionellen Haushaltssteckdose kompatibel.

Woher weiß ich, welche Lademöglichkeiten ich zu Hause in meiner Garage habe, wenn ich mir eine Leitung legen lassen möchte?

Auch hier können wir helfen, denn Citroën bietet in Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen die Installation einer individuellen Ladestation für Zuhause an.

Wie finde ich die nächste Ladestation?

Ganz komfortabel über die Free2Move Services App kann der Kunde das größte Netzwerk an öffentlichen Ladestationen in Europa mit insgesamt 160.000 Ladestationen nutzen. Die App listet dabei alle kompatiblen und freien Ladestationen auf, berechnet die optimale Route dorthin und ermöglicht die komfortable Abrechnung des Ladevorgangs.

Apropos App –bei wie vielen Elektrofahrzeugen kann man den Ladezustand der Batterie prüfen –geht das auch bei dem e-Jumpy?

Natürlich. Über die MyCitroën App kann der Kunde jederzeit den Ladezustand der Batterie und die Reichweite abfragen sowie die Innenraumtemperatur vor Fahrtantritt und zeitlich versetzte Ladezeiten programmieren.

Wofür steht Moduwork-Modul?

Das Moduwork-Modul sorgt für Büro-Feeling. Durch Absenken der Mittelarmlehne wird ein kleiner drehbarer Tisch sichtbar, der die Arbeit am Laptop oder auf Papier erleichtert. In der zentralen oberen Ablage befindet sich eine optionale Tablet-Halterung. Eine Smartphone-Halterung mit integrierter Stromversorgung kann am Getränkehalter auf der Fahrerseite festgemacht werden.

 Wie sieht es mit Assistenzsystemen aus?

Insgesamt 15 nützliche Fahrerassistenzsysteme stehen zur Verfügung. Neben dem Keyless-System und einem Head-up Display verfügt der elektrische Transporter unter anderem über Spurhalteassistenten, Frontkollisionswarner mit aktivem Notbremsassistenten, Verkehrszeichenerkennung und Müdigkeitswarner. Die 180-Grad-Heckkamera erleichtert Parkmanöver und warnt den Fahrer gemeinsam mit Ultraschallsensoren an Front und Heck vor toten Winkeln und Hindernissen.

Was gibt es zum Thema Konnektivität zu sagen?

Das Navigationssystem Connect Nav bietet in Verbindung mit vernetzten Services wie TomTom Traffic Verkehrsverhältnisse in Echtzeit, die auf dem 7-Zoll-Touchscreen dargestellt werden. Bei Bedarf werden auch Ladestationen inklusive Strompreisen, Parkhäuser mit den entsprechenden Gebühren, der Wetterbericht sowie lokale Sehenswürdigkeiten angezeigt. Und die Funktionen des Smartphones können auf dem Touchscreen des Fahrzeugs durch Apple CarPlay™ und Android Auto genutzt werden. Und im Fall von ausgelösten Airbags setzt das Fahrzeug automatisch einen Notruf ab und übermittelt den Standort. Bei einem leichten Aufprall oder bei Unwohlsein eines Passagiers genügt der Druck auf die rote SOS-Taste, um mit dem Notruf verbunden zu werden.

Gibt es weitere Elektrifizierungspläne?

Bei den Nutzfahrzeugen wird bis zum Jahr 2021für jeden Transporter eine elektrifizierte Version erhältlich sein und das Angebot an Modellen mit effizienten Verbrennungsmotoren ergänzen. Im zweiten Halbjahr kommt der neue Citroën ë-Jumpy in den Handel. Voraussichtlich Ende des Jahres folgt die rein elektrisch angetriebene Version des Jumper, im kommenden Jahr dann der 100% elektrische Berlingo Kastenwagen. Bei den Pkw werden wir im Herbst den C5 Aircross SUV Hybrid vorstellen, ergänzt von einer weiteren elektrischen Neuvorstellung in diesem Jahr. Und Anfang des nächsten Jahres wird dann auch der Ami, unsere rein-elektrische Mobilitätslösung für die Innenstädte, erhältlich sein. Es bleibt also „spannend“ bei Citroën.

Das gesamte Interview können Sie in der Juni-Ausgabe des eMove360° Magazins nachlesen oder sich als PDF downloaden https://www.emove360.com/de/emove-magazin/

29.06.2020   |  

Das könnte Sie auch interessieren