Einspritz-Kleben von Strukturklebstoffen ermöglicht Multi-Materialmix für Großserien

Dow Automotive Systems erweitert mit dem Einspritz-Kleben seine Anwendungsmöglichkeiten für das Verkleben von Carbonfaserbauteilen mit Betaforce, speziell im Hinblick auf Verbundwerkstoff-Lösungen.

„Einspritz-Kleben ist damit ein weiteres Beispiel für die Anpassungsfähigkeit von Betaforce an individuelle Situationen, um Kundenanforderungen bei der Produktion wie beispielsweise Offen- und Zykluszeiten zu erfüllen ohne Kompromisse bei den mechanischen Eigenschaften einzugehen“, heißt es. Durch die individuelle Einstellung entsprechender Parameter unterstütze Dow Automotive die Effizienz in der Montage. Weiterhin ermögliche die Technologie eine Ausweitung des Einsatzes von Karbonfasern im Materialmix für Leichtbaulösungen. Damit würden die Leichtbaustrategien der Automobilhersteller unterstützt wie beispielsweise beim aktuellen BMW der 7er Reihe.

Eine besondere Anwendung des Einspritz-Klebens bei Karbonfasern seien Seitenrähmen im Dachbereich. Hierbei fungiere ein Carbonfaserkern als Inlay in einem Metallgehäuse, das entlang der A-Säule hinauf zum Dach und dann weiter die D-Säule hinunter verläuft. Dadurch würden die Fahrgastzelle besser bei Aufprall und Überschlag geschützt, die Torsionssteifigkeit verbessert und das Geräuschverhalten bei möglichst niedriger Masse verbessert.

„Die Lösung von Dow Automotive ermöglichte es, die Herausforderungen, die die unterschiedlichen linearen thermischen Ausdehnungskoeffizienten entlang des langen Verlaufs des Bauteils im Montageprozess und über die Lebensdauer des Fahrzeugs stellen, optimal zu beherrschen“, teilt Dow weiter mit. Um die beiden Komponenten Metallgehäuse und Carbonfaserkern miteinander zu verbinden werde der Klebstoff per Roboter in das Gehäuse eingespritzt und ummantele so den Carbonfaserkern.

Betaforce beruht laut Dow auf einem zwei-Komponenten PU-Strukturklebstoff und zeichne sich durch einen hohen Dehnungsfaktor und besonderen Modul aus. Der hohe Modul ermögliche eine sehr gute Steifigkeit, während der Dehnungsfaktor ein hohes Maß an Energie absorbieren und unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten abdecken könne. Darüber hinaus biete der Klebstoff eine gute Haftung auf den unterschiedlichsten Substraten und ermögliche damit fortschrittliche Leichtbaukonzepte für Automobilhersteller.

www.dowautomotive.com

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