Neue Umfeldsensoren, damit automatisiertes Fahren für alle erschwinglich wird

Die ZF Friedrichshafen AG nutzt die diesjährige ConsumerElectronics Show (CES) in Las Vegas, um ihre Marktführerschaft im Bereich Umfeldsensoren zu unterstreichen.

Mit seiner Division ZF TRW Aktive & Passive Sicherheitstechnik stellt der Zulieferer die einzigartigen Möglichkeiten seiner Kamera- und Radarsensoren unter Beweis, die Sicherheits- und automatisierte Fahrfunktionen in allen Fahrzeugklassen ermöglichen.

„Unsere neuen Kamera- und Radarsysteme sind erschwingliche Lösungen, die wir so ausgelegt haben, dass sie die immer strengeren Vorschriften an aktive Sicherheitssysteme erfüllen und gleichzeitig die Entwicklung hin zum automatisierten Fahren unterstützen“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer. „Wir verfolgen den Ansatz, unsere Sensortechnologien über alle Fahrzeugsegmente hinweg einzusetzen. So machen wir einerseits Sicherheitsvorteile auch für Käufer im Volumenmarkt verfügbar und entwickeln andererseits Technologien im Premiumsegment weiter.“

Kamerasensoren

Die nächste Generation an vorausschauenden Kamerasystemen von ZF TRW – die S-Cam 4-Familie – besteht aus der Monokamera S-Cam 4 mit einer Linse und der TriCam, einer Premiumversion mit drei Linsen. Beide Varianten sollen ab 2018 bei einem großen europäischen Fahrzeughersteller in Serie gehen.

Die Monokamera S-Cam 4 besitzt einen neuen Formfaktor und kann so ein breiteres Sichtfeld ermöglichen als die aktuellen Kamerasensoren des Zulieferers. So ist sie auf zukünftige Marktanforderungen wie die neuen Testprotokolle des Euro NCAP für automatische Notbremsungen (Automatic Emergency Braking – AEB) für kreuzende Radfahrer oder andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer zugeschnitten. Die TriCam besteht zusätzlich zur Monokameralinse aus einem Teleobjektiv für eine bessere Abdeckung des Fernbereichs und einer Fischaugenlinse für eine verbesserte Objekterkennung im Nahbereich. Diese Kombination sorgt für eine bessere Unterstützung automatisierter Fahrfunktionen wie dem Autobahn- oder dem Stauassistenten. Beide Kameravarianten sind mit dem EyeQ4-Prozessor von Mobileye ausgestattet, der eine sechsmal höhere Rechenleistung als die aktuelle Ausführung aufweist.

„Unsere Kameras sind beim Leichtbau denen des Wettbewerbs überlegen. Wir gehen davon aus, dass sowohl unsere S-Cam 4 als auch unsere TriCam die jeweils kleinsten und kompaktesten Systeme ihrer Klasse sein werden – ein klarer Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, die Sicht des Fahrers nicht einzuschränken und das Fahrzeuggewicht zu reduzieren“, ergänzte Stefan Sommer.

Radarsensoren

Die neue Radarfamilie von ZF TRW – der AC1000EVO – wird einen Erfassungsbereich von bis zu 250 Metern und eine deutlich verbesserte Auflösung für die Fußgängererkennung besitzen. Außerdem ermöglicht die Verwendung eines neuen Chipsatzes eine verbesserte Entfernungsauflösung im Stadtverkehr, damit Fußgänger und andere gefährdete Verkehrsteilnehmer für eine AEB besser erkannt werden, während gleichzeitig die Erfassung des Fernbereichs bei höheren Geschwindigkeiten für herkömmliche Funktionen der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control – ACC) aufrecht erhalten wird.

Sensorfusion und Ausblick

„Sowohl unsere Kamera- als auch Radarsysteme sorgen als Einzelsensoren für Sicherheitsvorteile. Fusionieren wir die Daten von beiden Sensoren, erzielen wir eine sehr robuste Lösung für die hochkomplexen automatisierten Fahrszenarien der Zukunft“, sagte Stefan Sommer. „Für diese zukünftigen Anforderungen könnte eine weitere Redundanzebene nötig werden. Darum untersuchen wir, ob wir eine dritte Sensortechnologie in die Gleichung einbringen. Laserscanner sind dabei eine Möglichkeit. Wir evaluieren im Moment, wie wir die Technologie nutzen können, sodass sie sich für ein breites Anwendungsspektrum eignet.“

www.zf.com

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