„Niemals wieder einen Benziner!“: So gut leben die Norweger mit der Elektromobilität (VIDEO)

Norwegen ist groß, dünn besiedelt und im Winter sehr kalt. Denkbar schlechte Voraussetzungen also für e-Autos – wenn man auf die Vorurteile über Elektromobilität hört. Die Norweger aber hören einfach nicht hin und belehren Europa eines Besseren: Nirgendwo ist der Anteil rein-elektrischer Fahrzeuge höher. 2013 fuhren nur rund 5,5 Prozent der Neuanmeldungen elektrisch – 2017 schon 20,8 Prozent.

Die Gründe für den e-Hype rund um den Fjord liegen aber nicht nur in der Steuerbefreiung oder der kostenlosen Nutzung staatlicher Mautstraßen und Fähren. Die Norweger lieben das Gefühl elektrisch zu Fahren. Warum? Das erzählen vier von ihnen in einer Video-Serie. Die Filme können Sie alle hier auf dieser Website abrufen.

Ruhe zum Zuhören: Lenas Tochter ist begeisterte Tänzerin.

Die Mutter unterstützt die 17-Jährige, fährt sie mit dem e-Golf¹ überall hin. „Die Fahrten sind schöne Momente, die nur uns gehören. Dann reden wir über Freunde und das Leben. Es ist sehr angenehm, dass der Wagen so leise ist“, schildert Lena in der kleinen Video-Serie. Sie sind viel unterwegs: Unter der Woche zum Training, am Wochenende zu Turnieren. Den Wagen lädt sie zu Hause in der Garage oder während der Arbeit.

Die Ruhe im Auto genießt auch Musiker Ginge.

Rund 140.000 e-Autos sind aktuell auf Norwegens Straßen unterwegs. Ginge fährt eins davon und er gibt zu, dass er manchmal geradezu nach Ausreden und Gründen sucht, um sich in seinen e-Golf setzen zu können. „Es macht einfach Spaß in einem Elektroauto““, sagt Ginge und demonstriert im Video, wie überrascht er von der elektrischen Beschleunigung war.

Alternative Antriebe überholen

2017 haben die alternativen Antriebe die herkömmlichen erstmals überholt: 52,2 % der Neuanmeldungen waren Fahrzeuge mit Elektro-, Hybrid, Brennstoffzellen- oder Erdgasantrieb. „Dies bedeutet, dass vier von zehn neuen Autos in Norwegen mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Der Anstieg war signifikant; Im Jahr 2016 lag er noch bei drei von zehn Neuzulassungen”, sagt Christina Bu, Generalsekretärin der Norwegischen Vereinigung für Elektroautos, Elbilforening, dem „Businessportal Norwegen“: “Soweit wir wissen, ist dies ein unbestrittener Weltrekord.”

Sechs Elektro-Modelle haben es in Norwegen 2017 in die Top 20 der meistverkauften Pkw geschafft. An der Spitze: der e-Golf. Mehr als die Hälfte davon rein-elektrisch, rechnet man die Plug-In-Hybride dazu, hatten dreiviertel der Golf-Modelle einen Stecker.

Norweger lieben die Natur

Thomas gibt in der Video-Serie zu, dass er skeptisch war, bevor er zum ersten Mal in einem e-Wagen saß.

„Meine Mindestanforderung war, dass er dieselbe Leistung haben muss wie ein Benziner“, erinnert sich der IT-Manager. „Und heute würde ich mir niemals wieder einen Benziner kaufen.“ Autofahren ist eine Leidenschaft von Thomas. Zum Snowboarden, Skateboarden oder Angeln fährt er mit seiner Familie. „Ich lege viel Wert darauf, die Umwelt zu schützen“, so Thomas: „Und solange Dein Land genug Strom hat, ist das mit der Elektromobilität völlig unkompliziert.“

Norwegen gewinnt seinen Strom fast ausschließlich aus Wasserkraft, davon hat das Land reichlich. Als Vision hat Norwegen angekündigt, die erste voll-elektrifizierte Gesellschaft sein zu wollen, die Strom nur aus erneuerbaren Energien gewinnt. Ab 2025 dürfen in Norwegen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden.

www.volkswagen.de

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24.05.2018   |  

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