Autofahren: Parken verursacht die höchsten laufenden Ausgaben

INRIX, ein weltweit führender Anbieter von dynamischen Services für das vernetzte Automobil, hat heute die Ergebnisse der ersten Studie zu den Kosten des Autofahrens in je zehn Großstädten in Deutschland, Großbritannien und den USA veröffentlicht.

Es zeigt sich, dass die verborgenen Kosten des Autofahrens durch den Zeitverlust im Stau und die Parkplatzsuche eine signifikante wirtschaftliche Belastung bedeuten. Pro Fahrer und Jahr beläuft sich die Summe auf 3.037 Euro.

Der durchschnittliche Fahrer in Deutschland musste im Jahr 2017 Kosten in Höhe von 7.269 Euro stemmen. Dieser Betrag setzt sich aus direkten Kosten (Wartung, Kraftstoff, Versicherung, Parktickets und Mautgebühren) und indirekten Kosten (Verlust von Zeit, Kohlendioxydausstoß, Strafzettel und Überbezahlen von Parkplätzen, d.h. für nicht genutzte, aber bereits bezahlte Parkzeit) zusammen. Interessanterweise summieren sich die Kosten für Staus und Parken zusammen auf knapp über die Hälfte der Gesamtkosten für den Autobesitz in Deutschland, nämlich auf 53 Prozent.‘

„Die wahren Kosten für den Betrieb eines Automobils sind erstaunlich. Aber was wirklich überraschend ist, sind die Höhe und Zusammensetzung der versteckten Kosten. Zum Beispiel fällt ein Drittel der Gesamtkosten für den Besitz und Betrieb eines Autos auf das Parken“, erklärt Dr. Graham Cookson, Chefvolkswirt bei INRIX. „Im Durchschnitt entstehen deutschen Autofahrern über 2.000 Euro pro Jahr an Kosten, nur fürs Parken und die Parkplatzsuche.“

Ranking der Top 10 Städte Deutschlands

Frankfurt ist die teuerste der zehn in Deutschland untersuchten Großstädte, was die Kosten für den Autobesitz und – betrieb betrifft. Sie summieren sich auf 9.387 Euro pro Fahrer und Jahr in 2017 und liegen damit um 30 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt. Hauptursache ist, dass alle der miteinbezogenen Kosten (Parktickets, Parkplatzsuche und Stau) auf einem hohen Level sind; die Kosten für Parken am Straßenrand und in Parkgaragen sind beide in Frankfurt am höchsten. München, Deutschlands staureichste Stadt in 2016 und 2017, liegt bei diesem Ranking nur auf Platz drei. Während die durch Stau verursachten indirekten Kosten hier erwartungsgemäß deutschlandweit am höchsten sind (2.984 Euro pro Fahrer und Jahr, verglichen mit 1.820 Euro in Frankfurt), waren die direkten Kosten für Parktickets hier vergleichsweise niedrig (805 Euro pro Fahrer und Jahr, nur rund die Hälfte der Kosten in Frankfurt mit 1.601 Euro). Besonders das Parken am Straßenrand war erstaunlich günstig in München, mit einem Durchschnittspreis von 1,21 Euro pro Stunde; nur Bremen ist mit durchschnittlich 1,16 Euro pro Stunde noch billiger. Frankfurts Durchschnittspreis dafür liegt bei 2,92 Euro pro Stunde, fast 2,5 Mal so viel wie in München.

Länderergebnisse

Autofahrer in den USA hatten 2017 Kosten in Höhe von 8.005 € für die Nutzung ihres Automobils, was 20 Prozent über dem Wert in Großbritannien und neun Prozent über dem Wert in Deutschland liegt. Allerdings nutzen Amerikaner (21.673 Kilometer pro Jahr) ihre Autos auch intensiver als die Deutschen (14.016 Kilometer pro Jahr), stehen aber weniger im Stau.

Manche dieser Kosten können heute schon durch Planung und Technologie reduziert werden. Big-Data-Analysen sind die wichtigste Methode, um intelligente Dienste ins vernetzte Automobil zu bringen und Mobilitätsprobleme zu lösen. Dies reduziert die wirtschaftlichen Kosten und die Ausgaben für das Parken. INRIX nutzt die Vernetzung von Fahrzeugen, modernes Parkmanagement und dynamische Daten aus der Stadt- und Mobilitätsplanung, um den Verkehr sicherer, sauberer und komfortabler zu machen.

www.inrix.com

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12.04.2018   |  

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