Der eMove360°-Reisetipp: E-Grand Tour of Switzerland

Ein 1.643 Kilometer langer Roadtrip für Elektroautos.

Fünf Alpenpässe, 22 Seen, zwölf UNESCO-Welterbestätten: Das sind die Highlights der „Grand Tour of Switzerland“. Ab Juni setzt ein dichtes Netz mit rund 300 Ladestationen die gesamte Route unter Strom und garantiert auf über 1600 Kilometern ein ebenso bequemes wie sauberes Fahrvergnügen für Elektroautos. Vielleicht wird die „E-Grand-Tour of Switzerland“ gar die Route 66 der Schweiz? Potenzial dazu hat sie auf jeden Fall jede Menge.

Alpiq E-Mobility macht’s möglich

Pünktlich zur Sommersaison präsentiert der Verein Grand Tour of Switzerland mit der „E-Grand Tour“ einen nachhaltigen Grund für eine Reise in die Schweiz: die erste durchgehend elektrifizierte, nationale touristische Route weltweit. „Dank der Verdichtung des Ladestationsnetzwerks ist die Route nun landesweit für Elektroautos durchgehend befahrbar”, erklärt Maria Sägesser, Geschäftsführerin des Vereins Grand Tour of Switzerland, erfreut. „Wir entsprechen so dem Trend der Elektromobilität und dem wachsenden Bedürfnis der Gäste nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge“, so Sägesser weiter. Zum Aufbau dieses dichten Netzes hatte der Verein Grand Tour of Switzerland Alpiq E-Mobility beauftragt, Investoren für den Bau von Ladestationen und deren Installation zu akquirieren. Dank ihnen steht heute ein landesweites Netzwerk von Ladestationen zur Verfügung. Die E-Tankstellen sind teilweise gebrandet und smart. Zudem finden sie sich in einem idealen Abstand von maximal 100 Kilometer entlang der Grand Tour Route sowie bei Hotels und anderen Anbietern.

Zum Auftakt: die E-Rallye WAVE Trophy

Die Feuertaufe ist im Juni: Vom 9. bis 17. Juni touren im Rahmen der WAVE-Trophy 115 Elektromobil-Teams auf der Grand Tour of Switzerland durch das ganze Land. Zum ersten Mal in ihrer siebenjährigen Geschichte wird die Rallye für Elektrovehikel, als nachhaltige Tour exklusiv in nur einem Land durchgeführt. An den Start gehen neben modernen Elektrofahrzeugen auch zu Elektrofahrzeugen umgebaute Oldtimer oder E-Bikes (www.wavetrophy.com).

Roadtrip zu den Highlights der Schweiz

Von palmengesäumten Seen zu grandiosen Gletscherlandschaften, von mittelalterlichen Dörfern zu pulsierenden Städten – die E-Grand Tour of Switzerland steht für eine unglaubliche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und beeindruckenden Landschaften. Wir finden sie hat das Zeug zur Route 66 made in Switzerland.

Das sind unsere Traum-Teilstrecken:

Goldfingers Lieblingsstrecken: Tremola und Furka

Sie gilt als Königin der Alpenstrecken: die Tremola. Von Airolo windet sich die historische Passstraße in engen Serpentinen auf den Gotthard hinauf. Ihr Kopfsteinpflaster vermittelt ein Reisegefühl wie anno dazumal, als hier noch Postkutschen verkehrten. Vom kargen Gotthard geht es runter ins saftig-grüne Urserental nach Realp – wo bereits die nächsten Serpentinen die Fahrer herausfordern: Die Strecke auf die Furka ist eine wahre filmreife Kulisse: In «Goldfinger» raste hier James Bond durch die Kurven – und den Kugelhagel einer Rivalin. Mit dem Furkapass erreicht die Grand Tour ihren Höhepunkt – auf 2.429 Metern über Meer.

Dalai Lamas Weinberg: Von Ardon nach Saillon im Wallis

Rebhänge, soweit das Auge reicht. Es geht durch typische Walliser Weindörfer. Hinter Ardon lebt die Welt des Weins. Selbst in den Felsen scheint er noch zu gedeihen. Und wer ihn in den Kellern, auf den Bauernhöfen oder in urigen Wirtsstuben versucht, der wird nicht enttäuscht sein: Was vom Walliser Weinweg kommt, hat Klasse. Höhepunkt dieses Abschnitts ist Saillon: 2013 wurde es zum schönsten Dorf der Romandie gekürt. Vom historischen Bayart-Turm genießt man einen herrlichen Ausblick über das Rebenmeer, das Rhonetal und die stolzen Walliser Alpen: Die Colline Ardente, auf der er steht, gilt als kleinster offizieller Weinberg der Schweiz – er gehört dem Dalai Lama.

Tessiner Romantik: Von Melide nach Montagnola

Dieser Abschnitt ist kurz, aber reich an schönsten Tessiner Eindrücken. Es lohnt sich, so oft wie möglich anzuhalten und das Fünfsternemenü an Genüssen zu würdigen. Etwa im ehemaligen Fischerdörfchen Morcote mit seinen lauschigen Lauben, den Cafés am See. Oder kurz nach der Dorfausfahrt beim prächtigen Parco Scherrer. Bei Cadepiano führt die Straße hoch nach Agra zu einer hübschen Kirche mit Rebbergen. Die Aussicht ist phänomenal. Kurz nach Montagnola, der Wahlheimat von Hermann Hesse, sorgt die romantische Kirche von Sant’Abbondio für einen Hauch Toskana und den würdigen Abschluss einer romantischen Strecke.

Logenplätze im Berner Oberland: Zwischen Unterseen und Oberhofen

Am Thunersee entlang mit Blick auf den Niesen. Viel imposanter kann man das berühmte Berner Oberländer Bergpanorama nicht erfahren. Ab Unterseen geht es der Sonne entgegen Richtung Gipfelparade, nur der glitzernde See liegt dazwischen. Es lohnt sich, das Auto auch mal in einer Felsennische zu parkieren und die Aussicht auf sich wirken zu lassen. Nach einer eher rauen Passage öffnet sich die Beatenbucht; von hier führt eine Standseilbahn aufs Niederhorn, dem Logenplatz über dem Thunersee. Kleine Häfen wie in Merligen sorgen für verspielte Farbtupfer. Und in Oberhofen verspricht das prächtige Strandbad eine willkommene Erfrischung, bevor man sich aufmacht, Thun zu entdecken.

Mystische Schluchten: Zwischen Thusis und Splügen

Viamala: Welch wilde Wunderwelt! Der Hinterrhein hat sich im Laufe der Jahrhunderte tief ins Gestein gefressen und eine Landschaft mit bizarren Felsformationen modelliert. Auf der Kantonsstraße hinter Thusis taucht man ein ins Freiluftspektakel der Viamala und gelangt beim neuen Besucherzentrum über eine Treppe runter in die Schlucht. Aber auch die Fahrt selbst ist ein Ereignis: Sie führt über Brücken, durch Galerien und Tunnels und bei Zillis raus an die Sonne. Auch das typische Bündner Dorf Andeer ist einen Halt wert, bevor es in der Rofflaschlucht wieder mystisch wird und dem Sufnersee entlang ins Walserdorf Splügen geht.

Garten des Inn: Von Zernez nach Silvaplana

Engadin bedeutet „Garten des Inn“. Diesen Garten in allen Schattierungen erlebt, wer von Zernez dem Inn entlang nach Silvaplana fährt. Der blaue Fluss, die grünen Wälder, farbige Dörfer wie Zuoz, Madulain oder Pontresina: Die Fahrt durchs weite Hochtal auf über 1700 Metern ist ein einziger Genuss. Bei Samedan kann man am Flugplatz Privatjets beobachten, bei Punt Muragl lohnt sich der Abstecher mit der Standseilbahn auf Muottas Muragl, dem Aussichtsberg schlechthin, in St. Moritz der Spaziergang um den See. Und wenn am frühen Nachmittag der Malojawind einsetzt, beginnen bei Silvaplana die bunten Kite-Drachen am Himmel zu tanzen.

Matterhorn – Sinnbild für die Schweiz: Zermatt

Das Matterhorn und die Schweiz sind untrennbar miteinander verbunden. Der pyramidenförmige Bergriese, der nur sehr schwer zu besteigen ist, gilt als der meistfotografierte Berg der Welt. Ihm gegenüber liegt das durch eine Seilbahn erschlossene Klein-Matterhorn. Einen fantastischen Blick auf das Matterhorn hat man vom Klein-Matterhorn (Matterhorn Paradise) aus, das nur durch den Theodulpass und -gletscher vom Matterhorn getrennt ist. Es ist von Zermatt aus mit einer Seilbahn zu erreichen, die Bergstation auf 3820 Metern über Meer ist die höchste Seilbahnstation der Alpen.

Steckbrief zur Grand Tour of Switzerland

Highlights: 45 Top-Attraktionen, davon zwölf UNESCO-Welterbestätten
und zwei Biosphären
Seen: 22 Seen größer als 0,5 km² entlang der Route
Empfohlene Reisezeit: Sommer (April – Oktober)
Die Grand Tour ist mit offiziellen Wegweisern versehen

Länge:
Kernroute: 1643 km (1021 miles)
Einstiegsetappe Basel – Neuchâtel: 165 km
Einstiegsetappe Genf – Saint-George: 53 km
Einstiegsetappe Chiasso – Bellinzona: 109 km
Höchster Punkt: Furkapass, 2429 Meter über Meeresspiegel
Tiefster Punkt: Lago Maggiore, 193 Meter über Meeresspiegel
Bezahlungsmöglichkeiten
Bezahlung per Kreditkarte. Einfach den QR-Code mit dem Smartphone einscannen, dann erfolgt die direkte Weiterleitung zur Zahlung per Kreditkarte. Mitglied einer der Partnerbetriebe schalten die Ladestationen über RFID-Karte
oder App frei. Das Prepaidkonto über PayPal, Kreditkarte oder Twint aufladen

Informationen zur Route, dem Ladestationsnetz und den Hotels mit Ladestation: www.MySwitzerland.com/e-grandtour
Online Übersichtskarte mit den eingezeichneten Ladestationen:
www.alpiq-e-mobility.ch/e-grandtour
Helpline Alpiq E-Mobility AG zu offiziellen E-Grand Tour
Ladestationen und dem Bezahlsystem: Tel. 0041/247/4088
Call Center Schweiz Tourismus für Auskünfte zu Hotels,
Route und Bestellung Kundenkarte:
Tel. 00800 100 200 30, www.myswitzerland.com

Informationen zu den Ladestationen an der E-Grand Tour
 
Offizielle Ladestationen E-Grand Tour Anzahl: 89
Typ: DC Schnellladestationen (mind. 22kW) oder AC öffentliche Ladestationen (mind. 11kW)
Zugang/Bezahlung: Sämtliche mit dem Grand Tour Logo gekennzeichneten Ladestationen können via Kreditkarte oder über die Anmeldung für die easy4you-App bei den Partnern von Alpiq E-Mobility (Ostmobil oder ewb) freigeschaltet und genutzt werden.
 
Weitere Ladestationen
Anzahl: 140 (davon 16 bei Hotels)
Typ: Kompatibel für alle
Steckertypen (Typ 1 + 2)
Zugang/Bezahlung: Ladestationen ohne Grand Tour Logo können gemäß der Angabe auf der jeweiligen Ladestation freigeschaltet werden. Im Normalfall sind diese frei zugänglich oder via SMS oder Kreditkarte freischaltbar.
Kosten: Auf der jeweiligen Ladestation nachzulesen.
 
Hotels mit Ladestation
Anzahl: 114
Zugang und Typ: Der Typ der Ladestation / Ladestecker muss beim jeweiligen Hotel angefragt werden.
Kosten: Anfrage beim jeweiligen Hotel
Distanz zur Route: Max. 5 Min. Fahrzeit, falls kein touristischer Bezug (z.B. Parkplatz, Autogarage) Max. 20 Min. bei touristischem Bezug (z.B. Hotel, Museum)

Autorin: Sabine Metzger, Reise-Journalistin

02.06.2017   |  

Das könnte Sie auch interessieren