Stadtluft macht krank – Mit Elektromobilität gegen Feinstaubbelastung

Die Feinstaubbelastung in deutschen Großstädten ist weiterhin nicht im grünen Bereich, das zeigen aktuelle Messwerte des Umweltbundesamtes. Schon seit längerem mahnt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Senkung der deutschen Grenzwerte für Feinstaubbelastung.

Fast 20 Prozent der Partikelemissionen kommen vom Straßenverkehr, doch das Auto zuhause zu lassen, fällt vielen immer noch schwer. Der schwedische E-Scooterverleiher VOI setzt sich für einen offenen Umgang mit dem Thema ein und verfolgt mit seinem Elektromobilitätsangebot die Vision einer sauberen Stadt von Morgen, die wieder mehr Lebensraum als Verkehrsraum ist.

Berlin, am 13. September: Ein im Dezember 2018 veröffentlichtes Positionspapier zu Luftschadstoffen und Gesundheit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie belegt, dass Feinstaub zu Herz-Kreislauferkrankungen führt, die tödlich enden können. „Jeden Tag atmen wir winzige Teilchen aus Verbrennungsmotoren, Autoabgasen und Gummiabrieb ein, die sich in der Lunge absetzen und aufgrund ihrer geringen Größe sogar direkt in die Blutbahnen geraten können.”, erzählt Claus Unterkircher, General Manager für den DACH-Raum beim E-Scooterverleih VOI. „Das Gesundheitsrisiko durch Feinstaubbelastung wird oft vernachlässigt, da sie Erkrankungen und Todesfälle stark begünstigt, aber in vielen Fällen nicht direkt auslöst.“, so Unterkircher. Eine zu Beginn des Jahres im European Heart Journal erschienene Studie zeigt, dass pro 100.000 Einwohner jährlich 133 vorzeitig an den Folgen verschmutzter Luft sterben. Vor allem in den Städten ist das Risiko hoch. Verschmutzte Außenluft stellt hier einen ähnlichen Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen dar wie Tabakrauch.

WHO empfiehlt Senkung deutscher Grenzwerte um mehr als 50 Prozent

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt deshalb Grenzwerte von zehn Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft für alle Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von unter 2,5 Mikrometern (PM 2,5). Trotzdem hat sich auch in den letzten Jahren laut WHO nur ein leichter Rückgang der Feinstaubbelastung in europäischen Großstädten verzeichnen lassen; in Deutschland liegt der gesetzliche Grenzwert momentan noch bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Daten aus 200 vom Umweltbundesamt 2008 deutschlandweit errichteten Messstationen zeigen, dass die Feinstaubbelastung in Deutschland vor allem in Städten und Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen kritische Grenzwerte erreicht. Laut Umweltbundesamt ist der Automobilverkehr für bis zu 19 Prozent der PM 2,5 Feinstaubbelastung verantwortlich. Der schwedische E-scooterverleiher VOI hat sich das Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Städten gegen Feinstaubbelastung vorzugehen – indem man den Menschen eine nachhaltige Alternative zum Auto anbietet. “Wir wollen deshalb in der Zukunft auch komplett auf grüne Logistik umstellen”, so Unterkircher. Zwar arbeite man momentan mitunter noch mit Logistikpartnern zusammen, die zum Einsammeln und Laden der E-Scooter Autos verwenden. Für die kommenden Monate plant VOI aber, seine E-Scooter mit austauschbaren Batterien auszustatten, die dann mit E-Cargobikes gewechselt werden können.

Feinstaubfrei mit Verkehrswende

Die deutsche Politik begrüßt diesen Wandel. So forderte die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günter im Frühjahr auf der Unternehmens- und Mittelstandsvereinigung der CDU den Umschwung zur autofreien Stadt. Zur Entwicklung der Feinstaubbilanz in Deutschland äußerte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der CSU: „Wir brauchen neue Technik und keine alten Verbote.“ Mit alternativen Mobilitätsangeboten wie E-Scootern von VOI lässt sich nicht nur die Verkehrslage in den verstopften Städten entspannen, sondern auch die Luftqualität nachhaltig verbessern. E-Scooter stoßen kaum Feinstaub aus, da sie über einen elektronischen Antrieb verfügen und nicht so hohe Geschwindigkeiten erreichen wie Autos. Die beim Automobilverkehr durch Abrieb von Reifen und Bremsbelägen entstehenden Partikelemissionen können deshalb ebenfalls eingespart werden, erklärt Unterkircher. „Wir begrüßen das Engagement der Politik und wollen mit unseren E-Scootern dazu beitragen, dass Städte grüner werden und damit das Gesundheitsrisiko der Bewohner senken.“

https://www.voiscooters.com/de/

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17.09.2019   |  

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